Wir alle zahlen einen hohen Preis

Mann grübelt am Arbeitsplatz

Am 30. November 2024 erschien in der F.A.Z. im Ressort „Beruf & Chance“ der Artikel „Erfolgreiche Menschen zahlen einen hohen Preis“ von Ursula Kals. Die Autorin beschreibt darin eindrucksvoll, wie selbst Menschen mit guter Karriere und sicherem Einkommen zunehmend unter Druck geraten – emotional, körperlich, biografisch. Im Zentrum steht ein Interview mit der Psychologin Brigitte Scheidt, die solche Entwicklungen seit Jahren begleitet. Der Kern: Erfolg nach außen schützt nicht vor innerer Leere.

Analyse

Was auf den ersten Blick paradox wirkt, ist in vielen Arbeitsbiografien längst Realität:

  • Menschen geben viel, oft alles – für ihre Firma, ihr Projekt, ihr Team.
  • Sie funktionieren, sind pflichtbewusst, bleiben erreichbar, springen ein.
  • Und irgendwann merken sie: Die Luft ist raus. Die Freude fehlt. Ich finde mich selbst nicht mehr.

Der Artikel zeigt:

  • Die Ursachen liegen oft nicht im Einzelnen, sondern im Zusammenspiel aus Arbeitskultur, persönlichen Überzeugungen („Ich muss stark sein“) und fehlendem Raum für Reflexion.
  • Wer immer nur liefert, kommt irgendwann nicht mehr bei sich selbst an.
  • Besonders gefährlich: Viele Betroffene haben sich an dieses Funktionieren gewöhnt – sie bemerken erst spät, wie hoch der Preis wirklich ist.

Lösungsweg – Was konkret hilft

  1. Nicht verdrängen, sondern ernst nehmen

Wenn Du spürst, dass Dir Energie, Sinn oder Klarheit fehlen: Das ist kein Luxusproblem. Es ist ein wichtiger Hinweis auf Veränderungsbedarf – auch wenn Du äußerlich „alles im Griff hast“.

  1. Erfolg neu definieren

Statt nur an Zielvorgaben, Karriereschritte oder Kontostände zu denken: Frag Dich,

  • Was ist mir wirklich wichtig im Leben?
  • Woran würde ich merken, dass es gut ist?
  • Welche Art von Arbeit passt zu meinem Wesen – nicht nur zu meinem Lebenslauf?
  1. Realistische Schritte gehen

Nicht jeder kann sofort aussteigen, Job wechseln oder eine Auszeit nehmen. Aber fast jede*r kann anfangen, kleine Dinge zu ändern:

  • eine Pause nicht überspringen
  • ein Gespräch führen, das längst fällig ist
  • sich erlauben, auch mal Nein zu sagen
  1. Professionelle Begleitung nutzen

Veränderung gelingt leichter, wenn jemand mitgeht. Ein qualifizierter Coach (zertifiziert z. B. nach DBVC oder ICF) kann helfen:

  • Deine Lage klarer zu sehen
  • Prioritäten zu sortieren
  • neue Perspektiven zu entwickeln
  • wieder in Verbindung mit Dir selbst zu kommen

Coaching ist kein Luxus. Viele gute Coaches bieten faire Modelle: Einzelstunden, Paketpreise, kurze Formate oder sozial gestaffelte Tarife. Es lohnt sich, nachzufragen.

Fazit:
Die meisten Menschen brauchen keinen radikalen Bruch, sondern einen klugen Blick auf das, was sie brauchen, um innerlich gesund zu bleiben. Wer seine Lebensführung nicht nur an Erwartungen, sondern auch an eigenen Werten ausrichtet, gewinnt Orientierung und Kraft. Und manchmal reicht schon ein guter Impuls, um die Weichen neu zu stellen.

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Herzlich aus Hamburg

JPFirnges

Foto von Jehyun Sung auf Unsplash

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