Betriebsklima in Zeiten Coronas

Das Betriebsklima ist gut. Ein Satz der gerne gesagt und auch gehört wird. Was bedeutet das eigentlich? Das Betriebsklima zeigt sich in der Art der Zusammenarbeit und der Umgang miteinander. Und dieses ist nicht nur auf Peers beschränkt, sondern bezieht sich auf die verschiedenen Ebenen in der Unternehmung. Zudem beschreibt das Betriebsklima im erweiterten Sinne auch, wie die Leistung mit welcher Unterstützung erbracht werden kann. Das sind auch die technischen Hilfsmittel. Was sind denn Zeichen für ein gutes Klima?

Zu einem guten Betriebsklima gehört auf jeden Fall die kurze Unterhaltung an der Kaffeemaschine, dass die Führungskraft stehen bleibt und nach dem Wohlbefinden fragt, oder, dass eine Kollegin oder Kollege sich für etwas bedankt, vor den ganzen anderen. Das „selbstlose“ Helfen, weil jemand gerade etwas verzweifelt vor dem Bildschirm sitzt. Das alles trägt dazu bei. Also Investition in zwischenmenschliche Belange. Und nun in Zeiten der Corona, fällt einiges davon weg, weil es einfach nicht so offensichtlich ist? Ich will nicht so weit gehen und sagen: aus den Augen, aus dem Sinn. Aber ein bisschen geht es schon in diese Richtung. Es gehört Disziplin und Interesse an den Kolleginnen und Kollegen in diesen Zeiten dazu. Aleo welche Möglichkeiten haben Sie?

Ein Beispiel kann sein, den täglichen „Cappuccino Call“ einzustellen, der vielleicht nur 15 min umfasst, aber alle einläd sich zu erkundigen, wie es den anderen geht.

Ein weiteres Beispiel kann sein, die Kollegen unregelmäßig, regelmäßig einzeln anzurufen, wie es ihnen geht.

Ein drittes Beispiel ist, genau zu schauen, wann Emails z.B. verschickt werden und sich zu fragen, gibt es hierfür einen Grund – z.B. wenn die Mutter erst um 23:00 Uhr Mails schickt. Die Antwort wird offensichtlich sein, aber die Frage darauf folgend könnte sein, wann passen Dir die Team Calls dann am besten?

Des Weiteren: die Zusammenarbeit geht viel Leichter, wenn man gerade bei Remote Working die Kollegen unterstützt und bei den neuen Tools sowohl durch Kompetenz aber auch eigene Zurücknahme, wenn etwas nicht klappt da ist.  D.h. mehr antizipieren und mehr Zurückhaltung.

Letztlich: Den Umgang verstärken Sie, indem Sie gerade beim Miteinander (Pünktlichkeit in den Calls, Struktur bei den Meetings, Zurücknahme bei Kommentaren, etc.) unterstützend wirken.

Das Problem bei dem Betriebsklima ist das alte Hygiene Problem. Wenn es nicht mehr passt, dann stinkt es. Und leider geht so etwas schleichend verloren. Ich glaube, wie auch schon angemerkt in einem anderen Blog, die Zeit wird nicht zurückgedreht. Wir werden in Zukunft tendenziell mehr Remote Arbeiten als vor der Krise. Und wir haben heute die Chance viel zu üben, um das Risiko etwas kaputt zu machen zu reduzieren.

Und warum das Ganze: ein gutes Betriebsklima sorgt für bessere Leistung, bessere Arbeitszufriedenheit, ein engagiertes und motiviertes Team, eine höhere Identifikation und oft in effizienterer Kommunikation. Aber wenn es anders rum läuft führt ein schlechtes Betriebsklima nicht nur zu schlechterer Performance, sondern erhöht auch das Unfallrisiko zum oder im Betrieb.

Deswegen auch in Zeiten der Corona, arbeiten Sie gerne am Betriebsklima.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Erstellt 05/2020

Quelle: aufbauend auf arbeit&gesundheit 03/2020

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Digitalisierung muss auch Spielregeln haben

Es gibt eine Studie, die sich mit „Digital Arbeiten und gesund leben“ auseinandersetzt (Link am Ende). Und als ich sie dann durchgelesen habe, merkte ich, dass ich an der Grenze zu dem Bundesland lebe mit der geringsten Digitalisierungsdichte. Und ich glaube, das liegt nicht an den Menschen, sondern an der Telekom. Aber das ist ein anderes Thema – Das Peter Prinzip!

Ein weiteres Thema, das mich diese Woche tief beschäftigt hat, waren natürlich meine Coachee Kundinnen und zwar die Tatsache, dass bei Führungsthemen, Freiheitsthemen und Themen, die Frauen betreffen, oft im Imperativ gesprochen werden. Ich frage mich, warum „wir“ uns einbilden, im Imperativ Frauen zu etwas aufzufordern. Diese „sprachliche“ „Gewalt“ ist ähnlich den Äußerungen wie: „Ich habe das heute echt clever gefunden, wie Du das im Meeting gelöst hast“. Ich denke, das Gros der Menschen möchte damit ausdrücken, dass sie das toll fanden, wie die Person agiert hat, aber, inhaltlich sagt die Person: Ich kann beurteilen, dass Du dich clever verhalten hast, somit stehe ich kompetenzerfahren über Dir.
Aber das ist vielleicht beides überspitzt.

Digitalisierung hat Chancen – nämlich durch die Digitalisierung wirken sich die damit einhergehenden flexibleren Arbeitsbedingungen positiv auf die Gesundheit aus. Die Protagonisten leiden weniger unter Stress, sind weniger emotional erschöpft und schlafen besser. Zudem reduziert sich das krank zur Arbeit gehen. Fazit: Das Unternehmen hat wahrscheinlich nicht nur glücklichere Mitarbeiter, sondern das Unternehmen spart wahrscheinlich auch Geld.

Digitalisierung hat Risiken – durch die Technik und die andere Erreichbarkeit leiden Angestellte psychisch und physisch. Es kann zu einer digitalen Überlastung kommen. Die Grenzen zwischen privat und geschäftlich verschwimmen. Hier kommt Disziplin ins Spiel. Ist dieses nicht der Fall haben 6% mehr Beschäftigte Konflikte in Arbeits- und Privatleben durch die Nutzung von Informations-und Kommunikationstechnologie.

Die Studie zeigt noch breit auf, wie sich viele Inhalte in Deutschland verhalten. Was lernen wir hieraus – Von oben nach unten vorleben und das mit Überlegung.

Ein Beispiel: Eine Führungskraft schickt Freitagabend noch eine Mail. Diese wurde vor wenigen Jahren nicht bis Montag gesehen. Heute schaut fast jeder noch einmal auf seine Mails am Freitag oder Samstag und ist somit schon am Fliegenfänger. Die Führungskraft wollte vielleicht nur seinen Ordner leer bekommen, und ist sich den Auswirkungen gar nicht bewusst.

Hier gibt es mannigfaltig Beispiele, die Beschäftigte mehr oder weniger belasten, aber durch Spielregeln geordnet werden können. Jetzt ist die Zeit, dass wir uns damit auseinandersetzen. Weil die Uhr pre-corona drehen wir nicht zurück.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Erstellt 05/2020

Quelle: https://www.barmer.de/blob/200410/831b3890cf152fe66583e15c74668a34/data/studienergebnis-digitalisierung-2019.pdf

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Virtuelle Meetings – drei Regeln!

Eigentlich wollte ich heute ein Memo verfassen, was ich in zwei Jahren erwarte. Was mich nämlich derzeit am meisten erstaunt, ist wie dünn die Kapitaldecke bei Vorzeigefirmen ist. Die Lobbyisten schreien auf, der Staat möge helfen. Ich gehe eine Wette ein (mit überschaubarem Stake), dass wenn die Krise durchschritten wurde, der Staat sagt, wir (das ist nämlich der Staat) bräuchten mal wieder ein wenig Geld zurück. Die Frage ist: Wer schreit dann als erstes: „Nein, Steuererhöhungen, der Staat bringt jetzt alles wieder zum Einstürzen!“

Und dann passierte heute Morgen Folgendes: Ich habe um 09:30 eine Telko in meinem Kalender, zu dieser wurde ich eingeladen. Die Telko sollte 15 min dauern, worüber ich schon glücklich bin, weil mein Telko-Partner die benötigte Zeit abgeschätzt hat. Um 09:42 hat er auch den Meetingraum betreten – 12 min zu spät. Ob ich schon lange gewartet hätte? Er war noch in einem anderen Call.

Was unterscheidet nun den virtuellen Raum vom realen Raum. Nehmen wir das Beispiel Telko mit mehreren Teilnehmern.

In der realen Welt sind folgende Unterschiede. Um zum Meetingraum zu gelangen, muss ich loslaufen, hole mir ggf. einen Kaffee und schnacke noch mit den Kollegen vor dem Meeting. Meine Erfahrung zeigt, dass zu Präsenzmeetings das Gros pünktlich ist, und die, die zu spät dran sind eine SMS oder so schicken. Es wird fast immer pünktlich angefangen.

Des Weiteren fällt es enorm auf, wenn in einem Präsenzmeeting die Unterlage wild durchgeblättert wird. D.h. wieder aus meiner Erfahrung, bei Präsenzmeetings wird das Thema vorbereitet.

Als letzten Punkt – das Ende. Oft meldet sich eine Person etwa 10-15 min vor Schluss und meint, da wäre für sie ein harter Anschlag.

Beim virtuellen Raum unterscheidet sich dieses in meiner Erfahrung gravierend. Viele wähen sich erst ein, wenn es schlag dreißig ist. Oft merke ich, dass Unterlagen nicht vorbereitet wurden, und es wird regelmäßig die Zeit falsch eingeschätzt, somit überzogen oder sie steht in keiner Relevanz zum Inhalt.

Deswegen:

  • Pünktlichkeit
  • Vorbereitung
  • Zeitmanagement

Sind das A. und O. der virtuellen Meetings. Es gibt noch einige mehr Punkte, aber dazu gerne mehr in einer dezidierten Beratung. Weil wasted time is wasted money – schon mal die Kosten von Telkos berechnet. Ich schon.

Herzlich aus dem Norden – Schönen Ersten Mai – denken Sie gerne mal daran, warum wir diesen jährlich begehen.

Ihr

JPF

https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai

Erstellt 04/2020

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„Teile meiner Antwort würden die Bevölkerung beunruhigen“

Erinnern Sie sich, wann, wer und warum dieser Satz gesagt wurde. Es war ein Aufschrei in den Medien und jeder wusste alles damals besser, was diese Person „falsch“ gesagt hat. Ähnlich passiert uns heute wieder jeden Tag. Da wird die Reaktion Masken zu tragen auf die Pandemie als „lächerlich“ von einem Prof. gebrandmarkt. Oder die Pressevertreter warten auf das von Herrn Gabriel zuerst gesagte, aber bei Frau Merkel ausgeschlachtete „wir schaffen das“.

Ob, in wie weit, diese Menschen das richtig formuliert haben, sei dahin gestellt. Aber die Sätze implizieren eine Ehrlichkeit. In diesem Moment wurde politisches Kalkül, das auch für uns in gewisser Weise in den Firmen täglich gilt, über Bord geworfen und „ehrlich“ geantwortet. In meiner (ich habe nicht mehr Informationen als irgendjemand anderes) Interpretation:

Herr Dr. de Maizière: Ich weiß einfach sehr viel derzeit, was mir Sorgen bereitet, und das kann ich nicht alles erzählen.

Herr Prof. Dr. Montgomery: Wenn die Masken falsch verwendet werden, tun wir uns einen Bärendienst

Frau Dr. Merkel: Wer soll es denn sonst hinbekommen, wenn nicht wir.

Eigentlich sprechen wir hier von zwei Inhalten: Einerseits die Offenheit in der Kommunikation und zweitens oftmals damit einhergehend aber nicht zwingend ein Informationsgefälle.

Bleiben wir beim ersten Punkt: In der Kommunikation verwenden wir gerne Begriffe nicht ganz treffsicher, weil wir damit etwas ausdrücken wollen, wir es aber schaffen, diese nicht ganz treffenden Worte einzuordnen – aber es bleibt oft eben „grau“.

Nehmen wir ein Beispiel: „Ich bin hier ehrlich mit Dir/Ihnen …“ Was bedeutet dieses? Die Person, die das sagt, möchte eigentlich betonen, dass Sie Ihre innerste Meinung jetzt kundtun wird und dass diese Person dieser Aussage eine Wichtigkeit zuspricht.

Hören könnte die Person gegenüber im besten Fall: Das ist mir wichtig und ich bin offen, im schlechteren Fall, das ist mir wichtig, aber ich bin sonst nicht immer ehrlich zu Dir/Ihnen. Im schlechtesten Fall: Jetzt lüge ich mal nicht.

Die gleiche Betonung der Wichtigkeit und der Offenheit bekommt die sprechende Person aber auch mit der Formulierung hin: Ich möchte hier offen sprechen und mir ist dieser Punkt wichtig. Das bedeutet nämlich: Ich nehme in diesem Moment politisches Kalkül zur Seite und spreche das aus, was mich bewegt.

In einem Gespräch mit „Menschen“ auf Augenhöhe ist dieser „Lapsus“ des ich bin ehrlich mit Dir/Ihnen noch übersehbar, aber was passiert in einem Gespräch mit Informationsgefälle – also der zweite Punkt?

Folgende Sequenz: die Führungskraft sagt diesen Satz: „Ich bin jetzt ganz ehrlich mit Ihnen, derzeit denken wir nicht über betriebsbedingte Kündigungen nach.“

Wie werden die angesprochenen Kolleginnen und Kollegen danach auseinandergehen?

Die Führungskraft sagt hingegen: „Ich bin offen mit Ihnen, wir haben über betriebsbedingte Kündigungen diskutiert, schließen sie aber vorerst aus.“

Mit meiner Erfahrung und meinem Erlebten fährt die Führungskraft wahrscheinlich mit dem zweiten Satz besser.

Deswegen, gerade in dieser schnellen Zeit, in der alles auch gleich viral geht und somit ist, können wir versuchen, wirklich das auszusagen, was wir meinen.

Manchmal sind wir uns der inneren Bedeutung auch nicht bewusst: Schwamm drüber. Ich bin sprachlich oft sehr schwach, grammatikalisch ein Mensch, der wirklich noch Ziele hat und trotzdem schreibe ich darüber, weil ich besser werden möchte und verstanden werden möchte.

Herzlich aus dem Norden,

Bleiben sie Zuhause und bleiben Sie gesund (meint was ganz anderes als Bleiben Sie Zuhause und gesund).

Ihr

JPF

Erstellt 04/2020

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Und hier noch ein paar Schmankerl: Wer hat es gewusst?

  • Enttäuschung – nur wer aktiv getäuscht wurde, und dieses entdeckt, ist enttäuscht. Eine Film kann nicht den Erwartungen entsprechen, oder einfach nur schlecht sein, aber sehr selten enttäuschend
  • Am optimalsten, am idealsten, ich stimme in keinster Weise zu – viele Wörter sind im Superlativ
  • mund-zu-mund Propaganda oder Der Ärger ist vorprogrammiert –mund zu ohr Propaganda oder Verdopplungen – vor und programmiert
  • Inbusschlüssel oder Lizenzieren

Remote Work – Stage II

Wir befinden uns just im Moment in der Evolution des “remote” Arbeitens. Und nunmehr stellen wir fest, dass wir nach der ersten Phase des Zuhause-Arbeitens, jetzt in die 2. Phase einsteigen – nämlich die, des Professionalisierens. In den letzten 5 Wochen haben wir sehr gerne mit einem Schmunzeln über Wäscheständer im Hintergrund oder winkende Ehepartner hinweggesehen.

Jetzt werden wir zunehmend ungeduldig bei schwankender Konnektivität (dafür können die wenigsten was, nur die Telekom et al.), schlechte Audio- oder Videoqualität, aber auch fehlende Etikette (gerne auch Netiquette im Netz genannt). Mit meinem Freund und Projekt-Partner Daniel Schäfer von Society-of-Mind haben wir 3 Hauptpunkte erarbeitet die das Remote Working professioneller machen.

  1. Technik
    Wahrscheinlich das einfachste Thema, das mit Hilfe von Geld generell relativ zügig, gelöst werden kann. Aber was wir bei der Betreuung unserer Kunden festgestellt haben, ist es leider doch nicht nur im Media/Saturn oder ähnlichem eine Kamera zu kaufen. Es hat uns einige Zeit gekostet die optimale Kamera (bzw. anhängig von der Verwendung) zu finden, die richtige Kombination mit einem Mikrofon und Lautsprechern oder einer Kopfhörer/Mikrolösung. Was uns aufgefallen ist, ist z.B. das Thema Beleuchtung des Gesichts und Position der Kamera – hier kann mit der richtigen Beratung jede(r) einfach besser rüberkommen. Es ist nicht nur die dezidierte Kameraposition, sondern auch der Abstand zur Kamera. Hier wird sich in einigen Wochen und Monaten die Spreu vom Weizen trennen. Hier hat Daniel einfach die richtige Toolbox mit der richtigen Technik für Jederfrau.
  2. Know How
    Mural als digitales Whiteboard, Teams, Zoom, Skype for Business, und andere Software Lösungen haben in den letzten Wochen bei allen von uns Einzug gehalten. Wir erinnern uns alle, dass große Unsicherheit am Anfang vorhanden war. Bildschrimteilen hat nicht funktioniert, Dokumente kollaborativ bearbeiten ist schwierig, oder nur banal 50 Teilnehmer aufzufordern auf Mute zu gehen. Und jetzt dazu noch (ständig) neue Software. Bis auf wenige Ausnahmen, kann sie keine(r) wirklich im Detail bedienen. Aber genau hier liegt das große Verlustpotential. Wir treten nunmehr in die Phase in der Menschen nicht mehr bereit sind, zu zugeben, dass sie die Software nicht wirklich bedienen können. D.h. es findet immer mehr Kommunikation statt, die keine Kommunikation ist, sondern bei denen Teile der Teilnehmer schon mit Beginn des Meetings abgehängt sind. Hier sind verschiedene Bereiche, die bearbeitet werden müssen. Zuerst die Entscheidung, welche Software für Projekte bzw. Tätigkeiten verwendet werden soll. Und hier eröffnen sich viele Spielfelder, weil nicht immer das vordergründige Lösung, die wirkliche Lösung ist. Manch eine Software eignet sich einfach besser als eine Andere für z.B. kollaboratives Dokumentenbearbeiten. Wir haben festgestellt, dass dieses mit Hilfe von kleinen Workshops relativ zügig gelöst werden kann. Und der zweite Schritt, Schulungen, Videos, Anleitungen und eine gewisse Offenheit zu fragen. Was aber keiner in den Griff bekommt, sind die Bugs, die auch vorhanden sind (z.B. Teams Dokumentladen)
  3. Verhalten
    Der Knigge für das entfernte enge Zusammenarbeiten füllt Seiten, aber worum es im Eigentlichen geht, ist die Bereitschaft Neues zu lernen, da Remote Work ein anderes Arbeiten ist, das gelernt und professionalisiert sein will. Es zeigt sich dadurch, dass z.B. Menschen ungeduldig sind, glauben sie können schon alles, Dinge neu zu betrachten schwierig fällt oder auch einfach nur im Verhalten. Es macht nun einmal einen riesen Unterschied, wenn 3 Grüppchen in einem Meeting Raum gleichzeitig diskutieren, oder wenn alle dieses in einer Videokonferenz tun.
    Die Person die einläd, hat eine gewisse Moderationsfunktion und kann und soll diese Rolle unabhängig von der Position einnehmen. Hier haben wir gute Erfahrungen in den letzten Wochen gemacht, wie Firmen und Personen dieses und anderes besser machen und teilen diese Erfahrung gerne.

Wahrscheinlich entdecken Sie Einiges in diesem Beitrag, was Sie täglich erleben oder vielleicht auch selber tun. Wer gerne verstehen und lernen will, wie Remote Work besser funktioniert, kann mich gerne ansprechen – je nach Thematik leite ich dieses an Daniel Schäfer weiter, kümmere mich selbst oder wir nehmen es als Team auf.

Viel Freude beim Remote-Work. Zuhause bleiben ist der Satz der Zeit.
Herzlich aus dem Norden

Daniel Schäfer und JPFirnges

Erstellt 04/2020

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Warnzeichen – der Job ist nicht der Richtige!

Viele von Ihnen arbeiten derzeit von Zuhause und das verfälscht sicherlich das Gefühl bzgl. des Berufes, den Sie ausüben. Alles fühlt sich derzeit anders an.

Das kann es Ihnen aber nutzen, die „andere Situation“ mal neu zu betrachten. Gibt es Warnzeichen, warum Sie da, wo Sie derzeit arbeiten, vielleicht nicht richtig sind.

Grundsätzlich mag ich den Begriff „Job“ nicht. „Job“ hört sich für mich wie „Ferienjob“ an, bezahlt, auf absehbare Dauer und austauschbar. Ich rede lieber vom Beruf oder von Ihrer beruflichen Aufgabe. Und schon, wenn Sie darüber nachdenken, ob Sie sich in Ihrer beruflichen Aufgabe wohlfühlen, fangen Sie an vernünftig sich damit auseinander zu setzen. Weil sehr viele Artikel und Statistiken sprechen von der Bezahlung oder den Arbeitszeiten, aber nicht davon, warum das eine den Befragten zu niedrig oder zu hoch erscheinen. Wenn Ihre Berufung, Ihr Beruf oder Ihre berufliche Aufgabe Ihnen Spaß bereitet, dann stimmt oftmals das Gesamtpaket. Wenn es nämlich nur vom Gehalt oder den Stunden abhinge, hätten wir in sehr vielen systemrelevanten Berufen keine Menschen, die da arbeiteten.

Ich teile die Warnzeichen in vier Gruppen

  • Motivationsgruppe – Haben Sie morgens kaum Motivation oder schrecken Sie am Sonntag vor der Woche zurück. Also eine neue Woche, kein neues Glück – genau dann ist ein Zeitpunkt sich zu fragen, ob das an einem derzeitigen Projekt oder am Schreibtisch liegt. Jeder berufstätige Mensch hat mal keine Lust, aber mal ist nicht immer.
  • Nicht-gefordert-sein-Gruppe – Langweilen sie sich, sind Sie nicht gefordert und ist Ihre Konzentration ganz unten. Wenn dieses so ist, fragen Sie sich, warum Sie unterfordert sind. Ständig mit 70% durch die Arbeitswelt zu surfen, bringt Sich noch mehr in die Frustecke als eine latente Überforderung. Weil durch das Lernen und „besser“ werden, kriegen Sie (vereinzelt) positives Feedback. Bei Unterforderung sieht das ganz anders aus.
  • Firmenkultur und Führungsgruppe – Sind Ihnen die vorgesetzten Personen ein Greul. Also ich rede nicht davon, ob Sie jemanden unbedingt sympathisch finden, sondern Abscheu, Widerwillen und Greul. Wenn es soweit ist, dass Sie z.B. das Telefon nicht abnehmen wollen, den Skypeanruf verleugnen, oder sich die Haare aufstellen, wenn die Person den Raum betritt, ist der Zeitpunkt nah, sich zu überlegen warum.
    Oder nervt Sie die Kultur der Firma. Ein Beispiel, wenn etwas erledigt werden soll, dann dürfen Sie links und rechts des Wegen denken, kreativ sein und den Job erledigen. Wenn es aber um ein Fortkommen, Entwicklung oder etwas für Sie geht, dann ist plötzlich alles prozessual oder derzeit nicht möglich.
  • Die Es-verändert-Sie-Gruppe – Sie können nicht mehr abschalten, die Gedanken an die Arbeit bereiten Ihnen Unbehagen und am schlimmsten: Sie jammern. Wenn sich das konsequent in Ihr Leben einschleicht, Vorsicht an der Bahnsteigkante.

Es müssen weder alle oder nur einer vollzutreffen. Es reicht schon, wenn überall ein bisschen vorhanden ist, oder zwei Gruppen ganz stark. Aber bevor Sie das Kind mit dem Bade ausschütten, erstmal genau hinhören, sich dieses bewusst machen und evaluieren. Ggf. haben Sie einen Chef, der viel verspricht, und manches nicht halten kann, der Rest macht aber ziemlich Spaß und Freude, die Kollegen sind super, etc.
Darüber nachdenken und für sich bewerten. Nehmen Sie gerne einen Coach dazu, der Ihnen hilft, sich selber die richtigen Fragen zu stellen.

Viel Spaß bei der Evaluierung Ihrer Warnzeichen und wenn Sie keine Warnzeichen sehen, dann ruhig laut HURRA rufen!

Zuhause bleiben ist der Satz der Zeit.
Herzlich aus dem Norden

JPF

Erstellt 04/2020

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Post Corona – Drei Wünsche

Nachdem wir uns die ersten Wochen damit beschäftigt haben, einigermaßen die Krise wirtschaftlich zu bewältigen, kommen nun langsam die alten „Habits“ wieder um die Ecke. Old habits never die!

Das gibt es, ich nenn sie mal AFD-Taktik: Mal was raushauen und dann zurückrudern, das sei falsche verstanden worden oder es täte wirklich den Leuten leid. Wie z.B. adidas, die nach 2 Mrd. Gewinn in 2019, im März schon Angst haben Pleite zu gehen.

Oder z.B. man könne doch das Insolvenzrecht ändern, damit die Insolvenz eine Sanierungsstrategie wird. Hier verwechseln einige Menschen (absichtlich) verschiedene Rechtssysteme und warum uns das (oft langwierige und anstrengende) deutsche Insolvenzrecht  so lieb ist – nämlich Schutz der Arbeitnehmer und Gläubiger. Eine Änderung ermöglicht den Protagonisten noch härter am Wind zu segeln. Damit Individualisierung von Gewinnen noch leichter wird und Verluste sozialisiert werden.

Was lerne ich daraus. Nach der Krise werden Grenzoptimierer und Grenzoptimierinnen wieder die Oberhand bekommen und viele werden erklären, warum einige Änderungen, die wir uns heute so wünschen, dann nicht mehr gehen. Deswegen sollten wir heute damit anfangen, uns etwas zu wünschen.

Hier meine Top 3 post Corona:

  • Änderung des Steuerrechts auf dem Gemeinwohl basierend. Die Gemeinwohl Ökonomie einer Firma (je mehr Punkte desto besser) wäre die reziproke Berechnungsgrundlage für den unternehmerischen Steuersatz. Da sehr viele Faktoren einfließen ist es nicht nur das Produkt, das zählt. Ich möchte doch unsere Exportschlager nicht gefährden.
  • Definition was in Krisen systemrelevante Berufe sind, die dann in logischer Konsequenz steuerlich und in weniger Sozialabgaben gefördert werden (siehe erster Spiegelstrich, da die Steuerbelastung da bei Unternehmen runterkämen, könnten diese auch bessere Gehälter zahlen).
  • Wir vergessen nicht, wer uns zurzeit den Arsch rettet.

So das waren meine Top 3. Zudem wünsche ich mir, dass wir uns überlegen, ob wir Teile der Globalisierung bei uns Global in Deutschland behalten, damit wir dann anderen Ländern schneller und selbstloser helfen können. Es ist schon etwas befremdlich, dass wir uns jetzt global um Pfennigware streiten. Dass wir für gewisse Produkte und Versorgungsketten back-up Pläne vorher erarbeiten, ich finde es nämlich toll, wie gewisse Firmen einfach super-schnell Ihre Produktion umstellen. Wenn so etwas vorher in der Schublade wäre, das wäre schon schön.

Das sind so meine Gedanken. Die finden bestimmt Einige super naiv oder blöd. Ich sage auch nicht, dass es die einzigen sind. Ich sage, denken Sie darüber nach, was Sie sich wünschen, was nach der Krise erhalten bleiben sollte oder geändert werden könnte. Und dann dafür eintreten.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 04/2020

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Remote – Working – und nun

Eigentlich wollte ich heute über das Konzept der Gemeinwohlökonomie schreiben und wie ich mir vorstellen kann, das dieses Konzept in die Steuerbelastung für Unternehmen nach der Krise Einzug halten könnte und auch gewisse Berufsgruppen steuerlich nach Gemeinwohlnutzen betrachtet werden. Aber das kann warten, wenn wir wieder Zeit für neue Ideen haben und uns z.B. auch darum kümmern können, warum das Telefon eines Ministers plötzlich gelöscht sein kann.

Was hat uns denn wirklich diese Woche beschäftigt? Eine Woche kollektives remotes Arbeiten!

Erstmal ein ganz herzlichen Dank an meine KollegenInnen, KundenInnen, DienstleisterInnen, die diese Woche mitgezogen haben und sehr nachsichtig bei mir waren. Leider gehöre ich zu den 2%, die die Telekom nur rudimentär begleitet. Wir hatten hier 0,3Mbit im up&download.  Ich wurde zwar des Öfteren angerufen, aber ändern konnten die Mitarbeiter der Telekom nichts.

Und somit sind wir genau beim Thema. Remote Arbeiten – was mir diese Woche aufgefallen ist.

Erstens sind die Frauen oft besser angezogen als die Herren. Ich will ja nicht überziehen, aber bei den Damen habe ich das Gefühl, dass sie sich auch für das Home-Office so anziehen, als wären sie im Büro. Bei den Männern habe ich bei Vereinzelten den Verdacht, die kommen auch so wie ins Büro (niedersächsischer Satzbau), halt nur ohne Schick.

Zweitens sind sehr viele Menschen sehr nachsichtig und entspannt bei technischen Problemen. Gefühlt, da die gesamte Wirtschaft runterfährt, war in vielen Telcos, VidCons und Teams et al. diese Woche bei mir viel mehr Entspannung als vor ein paar Wochen. Aber da nunmehr sehr Viele von Zuhause arbeiten (oder noch arbeiten, oder noch dürfen) sind mir verstärkt Umstände aufgefallen, die ich gerne diese Woche teilen möchte (alles ist diese Woche passiert):

  • Microsoft Teams – wer den Bildschirm teilt, kann verschiedene Versionen aussuchen – und wenn Sie da falsch klicken teilen Sie das Programm und nicht den Bildschirm. Das kann Vorteile haben aber auch Nachteile – Sie sollten sich dieses bewusst machen.
  • Skype for Business – hier funktioniert das Teilen leichter, weil der Bildschirm geteilt wird – bitte nicht das „Teilen“ vergessen zu beenden – da sonst irgendwann jemand sagt, im besten Fall, Du arbeitest aber viel in Excel. Beenden des Telefonats bedeutet nicht immer beenden der Präsentation.
  • Vergessen, dass Sie eben noch in einer Konferenz waren – gerne inkl. Video. Beispiel: Sie gehen auf „mute“ und „leise“, weil das Telefon klingelt, gehen ran und arbeiten danach weiter an etwas aber haben die Telko vergessen. Ggf. sehen dann die anderen was Sie machen. Im besten Fall stimmt Ihre Mimik nicht mit dem der Sitzung überein.
  • Man sieht das Zimmer, wenn man sich kurz bückt – oder nur eine kleine technische Pause macht. Der Hintergrund ist wie eine Visitenkarte – ich habe diese Woche so einiges gesehen – Umzugskisten, Wäscheständer mit Wäsche, der Mitbewohner, der ein T-Shirt holt, etc.
  • Man sieht oft den Desktop – auch das kann Signale senden – Wie Menschen Ihren Rechner einrichten ist „jedem sein Ding“, aber wenn jemand 50 Icons auf dem Desktop hat, dann ist die Frage berechtigt, wieso? Im Endeffekt ist es für mich so, als würde ich meinen Aktenkoffer offen stehen lassen.
  • Etikette am Rechner in der Konferenz. Wer spricht, wer ist auf mute, wie melden sich Teilnehmer, dass Sie sprechen möchten, etc. Aber auch z.B. dass alle Video ausmachen, wenn die Datenleitungen dünn sind. Das hilft nämlich auch. Hier ist es wichtig sich zu verdeutlichen, dass mehr Rücksicht genommen werden muss.
  • Man redet und wird nicht gehört – also wenn Sie reden, dann vielleicht mit einem halben Auge auf die Reaktion der anderen achten. Und auch auf das Zeichen „Konnektivität“.

Es gibt wahrscheinlich noch viele, viele weitere Beispiele. Wir haben in den kommenden Wochen wenig Zugang zu schicken Meetingräumen oder zu unseren Büros. Unser Zuhause ist/wird unser Büro. Und das hat auch wundervolle Vorteile. Vielleicht kriegen wir das so gut hin, dass wir vielleicht später die Hälfte der Woche von Zuhause arbeiten können. Und somit uns die Wege sparen und mehr Zeit für anderes gewinnen. Oder auch flexibler werden.

Das bedeutet aber, dass die Verantwortlichen, remote-working auch so sehen, dass es einen hohen Wirkungsgrad hat. Ich glaube hier kann trainiert werden und die richtige Technik hilft. Ich habe diese Woche mehrfach mit meinem guten Freund Daniel Schäfer gesprochen, der darauf spezialisiert ist das Thema „collaboratives Arbeiten“ als Berater und Kenner bei Firmen nutzenorientiert umzusetzen. Ich stelle gerne hier den Kontakt her.

Mal ne lange Geschichte runterbrechen und mein Appell: Nehmen Sie das Home-Office so ernst wie es ist, und das Positive mit. Und wenn wir Das alle gute machen, dann bekommen wir mehr Möglichkeiten.

Viel Spaß Zuhause! Zuhause bleiben ist der Satz der Zeit.
Herzlich aus dem Norden

JPF

Zusätzliche Quellen
https://www.zeit.de/thema/homeoffice

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Ich habe Angst!

Ich habe natürlich Angst zurzeit: Um Menschen, die ich liebe. Um unsere bekannte Welt und wie sie sich verändert. Um die Menschen, die sich bemühen, dass das alles weiter funktioniert. Aber Angst ist nicht die einzige Emotion oder Wahrnehmung, die mich zurzeit und wahrscheinlich viele Anderen beschäftigt.

Ich bin dankbar, dass wir so starke Menschen als Pflege- und Intensivpersonal haben. So viele Experten, die mir verständlich erklären, was da draußen passiert. Und die Menschen, die Waren fahren, verkaufen, einräumen und das da draußen am Laufen halten.

Ich bin begeistert von Anstrengungen wie z.B. der Luftbrücke, Reservisten, die sich melden und Politikern der Opposition, die sich maßvoll zurückhalten und auch loben! Und auch von unserer Regierung und den Experten! Ich möchte keine Sekunde mit diesen Entscheidern tauschen, die Entscheidungen unter niedrigstem Konfidenzniveau treffen müssen. Wir haben nämlich alles, nur keine Zeit.

Ich bin glücklich in unserem Land zu leben, wo ich zuversichtlich bin, dass der Staat sehr vieles Wuppen wird. Ich glaube auch dafür werden meine Steuern in der Zukunft und Vergangenheit sein. Und auch dafür werde ich bereit sein, etwas aufzugeben.

Ich bin entsetzt von Teilen unserer Bevölkerung, die es nicht verstehen, wie wir uns verhalten sollen. Ich hoffe steter Tropfen höhlt den Stein. Und ich hoffe diese Menschen lernen nicht durch eigenes Erleben.

Ich bin traurig, dass in Italien Menschen sterben, ohne sich verabschieden zu können, nicht in der Gemeinde beerdigt werden und dass ohne Ihre Familie. Und wir reden hier von einem Land, das sich in vielem nicht von unserem Land unterscheidet. Schauen Sie sich die Lastwagen im Fernsehen an, die in der Nacht die Toten wegbringen.

Ich bin sauer auf eitle Fatzkes, die alles besser wissen, aber anscheinend von keinem gefragt werden, und sich dann den Boulevardmedien anbiedern im Tenor was alles hätte besser gemacht werden können. „Hät-ich-Aktien“ sind immer die Besten. Und Entscheidungen, die andere fällen müssen, kann jeder leicht später besser machen.

Ich bin hoffnungsvoll, dass wir genügend Betten, Geräte, Menschen haben, die denen helfen, die es dann nötig haben.

Ich wünsche mir von Herzen, dass jede(r) die gleiche Chance hat, das zu überleben und nicht auf die Entscheidung einer Medizinerin oder eines Mediziners angewiesen ist, ob eine Beatmung weiter stattfindet.

Das sind größtenteils Emotionen und Wahrnehmungen. Viele holen mich abends ein, wenn die Mails und Telefonate weniger werden und meine Frau und ich etwas essen oder fernsehen schauen. Emotionen und Wahrnehmungen sind gut! Sie überwältigen uns vereinzelt und auch das ist gut. Wer die Emotionen jetzt verdrängt, holt sich die Themen später durch die Hintertür wieder ins Haus. Wer sie komplett auslebt, bekommt das Leben heute nicht richtig in die Bahn. Gehen Sie bewusst mit Ihren Emotionen um. Sagen Sie: ja, ich bin jetzt sauer! Und das ist OK, aber später kann ich dieses auch zur Seite nehmen und bewusst an einem anderen Zeitpunkt wieder vornehmen. Also, sich nicht übermannen lassen.

Gegenfalls hilft es aber auch, von der zukünftigen Welt zu fabulieren. Was werden die neuen Trends nach COVID 19? In einem Magazin las ich neulich von den 5 Megatrends der 2020er Jahre für Unternehmen: Neo-Ökologie, Individualisierung mit kollektiver Intelligenz, Wissenskultur, Silver Society und Konnektivität. Was wird denn das heute erlebte daran ändern?

Oder lesen Sie gerne Matthias Horx: “Das ist ein historischer Moment” – “Nichts wird so sein wie zuvor”: Zukunftsforscher Mattias Horx sorgt mit seinem Text über die Zeit nach der Krise für Denkanstöße.

Ich glaube Nachdenken ist heute auch eine riesen Chance, weil wir auch täglich weniger unterwegs sind. Denken Sie an eine neue Zukunft.

Denken Sie nicht nur, wie kriegen wir das alles so schnell wie möglich wieder so hin, wie es war. Wir haben jetzt auch riesen neue Möglichkeiten, und die wollen wohlüberlegt sein.

Bleiben Sie alle möglichst lange gesund.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

#keepgrowing #digitalcoaching #coaching #learninganddevelopment #leadership #growthmindset #pause #reflect #thought #futureofwork #newwork #hrinnovation #leadershipdevelopment #emotionalintelligence #sharpist

Quelle:

https://kurier.at/wissen/matthias-horx-das-ist-ein-historischer-moment/400785341

Was tue ich!

Ich möchte nicht gebetsmühlenartig das wiederholen, was durch die Medien geht. Ich möchte aber mit Ihnen teilen, was ich tue.

Information:

  • Ich vertraue auf die Experten, die wir auf den medialen Kanälen sehen und hören – für mich sind das die Menschen, die oft an einer deutschen Hochschule, in einem Spezialgebiet und dort in einer leitenden Funktion tätig sind. Ja und ich vertraue hier auf die Hackordnung. Ich glaube jemandem von der Charité oder dem UKE mehr als einem Menschen aus einer Klink von der ich noch nie gehört habe. Ich bin der tiefen Überzeugung, dass diese Menschen, die richtigen Studien lesen, unterscheiden können, welche Studie von glaubhaften Wissenschaftlern verfasst wurde und dass diese Menschen die Informationen einordnen und auch verstehen können. Ich kann nicht beurteilen, ob ein Artikel auf einer schicken Website mir die richtigen Informationen gibt oder nicht.
  • Ich möchte verstehen was diese Menschen mir mitteilen und nicht mit Ihnen diskutieren. D.h. ich nehme Ihre Nachricht als Fakt an. Wenn ein Experte oder Expertin sagt, sie wissen es nicht, interessiert mich ggf. noch, warum, aber ich diskutiere nicht weiter, sondern glaube der Person dieses.
  • Gleiches gilt für Informationen über Zahlen oder den Verlauf – lieber die Website vom RKI oder der Tagesschau, als eine Suche nach einer noch dramatischeren Überschrift oder Heilsverkundungen.

Leben

  • Ich bleibe (mehr) Zuhause! Ich versuche auch da zu entschleunigen.
  • Wenn ich doch raus aus meinem Zuhause muss. Ich bleibe im Radius meines Lebensmittelpunkt. Es kann jederzeit passieren, dass ich positiv getestet werde, oder der Weg nach Hause versperrt ist, deswegen, je näher ich da bin, wo ich wohne, desto eher kann ich alles steuern, weil ich alles da habe.
  • Ich schaue in den Kühlschrank und denke ein paar Tage voraus, und ich schreibe mir Zettel was ich benötige. Da bin ich meiner Frau sehr dankbar, dass sie da einfach mehr Ahnung hat als ich – obwohl Chips und Schokolade Grundnahrungsmittel sind!
  • Ich denke nach, bevor ich etwas in einem Chat oder so, beantworte. Es gibt genügen Stefan Müllers (deutscher John Doe) in der Welt, die alles besser wissen aber nie etwas bewiesen haben.

Miteinander

  • Ich gehe zu meinen Nachbarn und frage aktiv und täglich, ob es Ihnen immer noch gut geht und ob sie Hilfe benötigen. DENKEN SIE AN DIE ÄLTEREN MENSCHEN IN IHREM UMFELD. Vielleicht trauen die sich nicht zu fragen, weil wir immer so dynamisch im Treppenhaus an denen vorbeispringen.
  • Ich bin mir nicht zu blöd etwas zu fragen oder anzuregen. Beispiel: whats app Gruppen zu gründen, damit im Bekanntenkreis keiner untergeht.

Das ist so das Gros was ich zu Zeit tue. Vielleicht regt es jemaden da draußen zu etwas an.

Allen ein gutes Durchkommen. Arbeit, Lesen und Fernsehen kann den Tag auch rumbringen, aber es gibt auch andere Möglichkeiten: Morgen werde ich ein Beispiel filmen, wie man die Zeit rumbringen kann! Ich werde das auf mein Facebook Konto stellen.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 03/2020

https://www.facebook.com/janpeter.firnges.5

#keepgrowing #digitalcoaching #coaching #learninganddevelopment #leadership #growthmindset #pause #reflect #thought #futureofwork #newwork #hrinnovation #leadershipdevelopment #emotionalintelligence #sharpist

Quellen und Nachschlage:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

7 Tipps für die individuelle Karriereplanung

Das Studium, die Weiterbildung oder die Ausbildung ist abgeschlossen. Wie soll es nunmehr weitergehen? Die Fragen können sich auch Menschen stellen, die schon mitten in der Karriere sind.

Natürlich ist hier eine Antwort: einen tollen Job!

Aber ist dies wirklich so: Anbei erhalten Sie einige Fragen, die Sie etwas weiter führen als nur, ich will nen tollen Job!

Was wollen Sie denn erreichen? Sie erhalten im Folgenden sieben Tipps, damit diese Frage vernünftig beantwortet werden kann.

  1. Wie möchten Sie arbeiten? Setzen Sie sich hin und schreiben Sie auf, was Sie genau arbeiten möchten. Was ist Ihnen wichtig? Welche Kompetenz möchten Sie unter welchen Arbeitsbedingungen einbringen? Ist ein Team entscheidend?
  2. Was für ein Typ Mensch sind Sie? Sind Sie gerne im Vordergrund oder lieber im Hintergrund? Möchten Sie breit aufgestellt sein oder Expertenwissen bekommen? Können Sie mit Gegenwind arbeiten, oder lieber alles ohne Beschwerden (also mit oder ohne Kundenkontakt)?
  3. Welche Themen liegen Ihnen? Es liegen nun einmal selbst in einem Fachgebiet Welten zwischen zwei Arbeitsbereichen. Überlegen Sie sich gut, was Ihnen wirklich Spaß macht. Nicht immer macht das nämlich Spaß, was toll klingt.
  4. Welches Entwicklungsziel haben Sie? Wollen Sie DAX Vorstand werden, oder denken Sie ein Team genügt? Oder wollen Sie gar nicht führen? Also: Wo möchte ich hin? Wo möchte ich arbeiten? Wo werde ich glücklich?
  5. Wo liegen Ihre Stärken? Schreiben Sie auf, was Sie gut können, was Ihnen liegt. Denke Sie daran, dass andere Menschen weniger zurückhaltend sind. Und an den Stärken arbeiten. Diese müssen für Einstellungs-, Entwicklungs- oder Führungsgespräche sitzen.
  6. Setzen Sie sich Meilensteine. Diese Meilensteine sind wichtig, weil große Schritte in kleine runterbrechen, hilft das große Ziel auch zu erreichen. Teilschritte können sein: Online-Stellensuche, Netzwerk bearbeiten oder Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen. Wo möchten Sie in einem Jahr sein? Wo in fünf Jahren?
  7. Werte-Kanon aufschreiben. Das kann sein, dass Sie die Familie in den Vordergrund stellen, oder, dass Sie sagen für gewisse Firmen will ich nicht arbeiten. Oder auch eine einzige Person, z.B. CEO ist jemand, den Sie nicht als Chef haben wollen. Auch wenn Sie gar nicht direkt mit ihm zu tun haben. Ihr Kanon ist entscheidend. Nicht das Geld, oder Freunde oder ungefragte Ratgeber, sondern Sie. Sie stehen nämlich auf und gehen dann zur Arbeit. Und das muss passen.

Wenn Sie diese 7 Punkte sauber und ehrlich für sich bearbeiten, sind die Chancen groß, die richtigen Schritte zu tun. Muss nicht, aber ist größer.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 03/2020

#keepgrowing #digitalcoaching #coaching #learninganddevelopment #leadership #growthmindset #pause #reflect #thought #futureofwork #newwork #hrinnovation #leadershipdevelopment #emotionalintelligence #sharpist

Gewalt ist nicht romantisch! Regelbrechen nicht cool!

Ich ärger mich heute noch über einen Vorgang vor 6 Monaten. Ein Radfahrer fuhr bei Rot über eine Hauptverkehrsstraße, andere mussten bremsen und eine Frau rief ihm nach, warum er sich nicht an die Regeln halten könne. Seine Antwort: „Klappe! Spießerin!“. Ich stand auf der anderen Straßenseite und der Radler kam auf mich zugefahren. Eigentlich hätte ich nur laut sagen müssen: „Sie hat doch recht“. Aber ich habe hier kein Rückgrat gezeigt, was mich heute noch fuchst. Weil diese Frau hat genau das richtige getan und von mir keine Unterstützung erfahren.

Sie hat nämlich in einem Moment ein Fehlverhalten (Erzwingen der freien Fahrt) aufgenommen, kommentiert und somit Haltung gezeigt. Leider stand sie allein da.

Aber es gibt auch positive Fälle: In einem Stadium wurde neulich in meinen Augen richtig reagiert, als fremdenfeindliche Äußerungen dazu führten, dass die Person sehr alleine dastand und identifiziert werden konnte.

Leider passiert es aber auch genauso oft, dass Fehlverhalten oder Gewalt toleriert oder gar romantisiert wird. Ich denke an Chaoten auf Demonstrationen, die unter dem Deckmantel des Grundgesetzes Randale machen und sich unter uns verstecken (s.u. TAZ). Vielleicht lese ich es tendenziös, aber die TAZ scheint „überrascht“ von der Gewalt bei „linken“ Veranstaltungen. Genau hier gilt: Gewalt ist nicht romantisch, weil sie von einer bestimmten Couleur ausgeht.

Oder, dass gewisse Aussprüche bei einem Fußballspiel nicht so dramatisch gesehen werden. Und hier liegt der Hase im Pfeffer (s.u. Freising). Ich bin mir sehr sicher, dass ein Mensch, der auf „neutralem“ Boden über gewisse Sprüche befragt wird, sehr genau weiß, wo die rote Linie ist. Und wenn viele Menschen befragt werden, hat die Linie sicherlich Schattierungen, aber sie ist doch bestimmt erkennbar.

Sprachliche Gewalt ist unbestritten existent, sonst könnten wir uns auch nicht in gewaltfreier Kommunikation schulen. Hier komme ich auf Gewalt zurück, die jeder erkennt. Ein fliegender Pflasterstein, eine Zwille oder ein Molotow-Cocktail sind darauf ausgerichtet Schaden/Verletzungen anzurichten. Und zwischen sprachlicher Gewalt und/oder sachlicher Gewalt gibt es viele Permutationen, die eine Eigenschaft eint. Nämlich, dass sie nicht in Ordnung ist. Was tun?

Dieses möchte ich betonen. Wie immer im Leben ist die Realität grau. Es gibt Helden und es gibt Menschen, die keine Helden sind – die Angst haben oder durch den Zwang auch nicht frei agieren können. Trotz des Unterschieds im Heldentum spüren Alle, wenn Gewalt ausgeübt wird, ist das nicht in Ordnung.

Gar nichts zu tun ist nicht richtig und etwas aktiv mit körperlichem, oder sich positionierendem Einsatz kann nicht (von jeder/m) verlangt werden. Dazwischen ist allerdings der graue Bereich. Eine Person kann den Ort/die andere Person meiden, sich distanzieren, weggehen, etwas anonym melden oder zur Anzeige bringen. Und auch das sind nur Beispiele. Sie helfen aber alle gegen Gewalt. Sich gegen Gewalt zu positionieren, bedeutet nämlich zwei Dinge:

  1. Die gewaltausübende Person versteht, dass Andere auf jeden Fall nicht das Tun ignorieren – sie steht nicht in einem vermeintlichen Block, sondern alleiner.
  2. Und wenn Menschen wieder einfordern, dass sich Menschen gewaltfrei (und dazu gehört auch Regeln beachten) aufführen, und sei es nur dadurch, dass die Gewalttätigen alleine stehen, hilft es unserer Gesellschaft, als ganzes.

Ziviles Verhalten ist sich von gewalttätigen Menschen zu distanzieren

Ab kommende Woche geht’s wieder um Geschäftsthemen.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 02/2020 – auf der Basis verschiedener Artikel

#keepgrowing #digitalcoaching #coaching #learninganddevelopment #leadership #growthmindset #pause #reflect #thought #futureofwork #newwork #hrinnovation #leadershipdevelopment #emotionalintelligence #sharpist

Definition (Wiki): Als Gewalt werden Handlungen, Vorgänge und soziale Zusammenhänge bezeichnet, in denen oder durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird.

Aus der TAZ: Auszug „Absurder geht es kaum. Bei einer Demonstration für die Presse- und Meinungsfreiheit werden JournalistInnen bedroht, die exakt dies tun wollen: berichten. Am Wochenende hat sich aber genau das in Leipzig zugetragen, und zwar nicht von Rechten (wo die Bedrohung von PressevertreterInnen mittlerweile als populistisches Gewohnheitsrecht gilt), sondern von linker Seite.“ https://taz.de/Angriffe-auf-JournalistInnen-in-Leipzig/!5656625/

https://www.merkur.de/lokales/freising/eichstaett-ort28625/freising-rassismus-eklat-bei-fussballspiel-kinder-uebelst-beschimpft-13129650.html

Meetings – 10 Tipps zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei Besprechungen

Eigentlich können Sie von den Tipps bei allen Besprechungen profitieren. Ggf. kann zur Zeit sogar komplett auf physische Besprechungen verzichtet werden. Aber, wenn nicht:

Also: Ob groß oder klein, es lohnt sich, die ökologischen Auswirkungen einer Veranstaltung zu berücksichtigen und nach bewährten Verfahren die Umwelt zu entlasten – hier ein paar Ideen:

  1. Papier sparen: Laden Sie die Teilnehmer per E-Mail oder über soziale Medien ein
  2. Kurze Flüge: Stellen Sie sicher, dass die Teilnehmer den kürzest möglichen Flug erhalten
  3. Öffentliche Verkehrsmittel: Ermutigen Sie die Teilnehmer, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen
  4. Lokale Lebensmittel: Arbeiten Sie mit lokalen Anbietern und Caterern zusammen, um Lebensmittelkilometer zu sparen
  5. Gehirnnahrung: Entscheiden Sie sich für Bio-Zutaten aus der Region und Mahlzeiten mit weniger Zucker und Fleisch
  6. Glasflaschen: Ersetzen Sie Dosen durch Glasflaschen oder ermuntern Sie die Gäste, wiederverwendbare Wasserflaschen mitzubringen
  7. Besprechungs-Apps: Verwenden Sie eine Besprechungs-App, um Ihre Veranstaltung zu verwalten, anstatt gedruckte Handzettel
  8. Sparen Sie Strom: Schalten Sie das Licht aus und schalten Sie die Klimaanlage aus, wenn Sie den Raum verlassen
  9. Blu-Planet-Aktivität: Binden Sie die Teilnehmer in ein nachhaltiges Meeting-Erlebnis ein, indem Sie Ihrer Veranstaltung z.B. optional eine 2-stündige Blu-Planet-Aktivität hinzufügen. Beispielhaft: Radeln auf Fitness-Bikes oder ein Bio-Picknick im Park
  10. Vermeidung von Plastik: Machen Sie Ihr Meeting plastikfrei, indem Sie Strohhalme und Plastikwasserflaschen nicht nutzen oder auf Bleistifte umsteigen.

Viel Spaß beim Meeting!

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 02/2020 – auf der Basis von inspired by MEETINGS

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Achtsamkeitsübung im Alltag – für Zwischendurch

anbei ein Link auf meine Facebookseite mit einem Video, wie man eine alltägliche Tätigkeit als Achtsamkeitsübung verwenden kann.

https://www.facebook.com/janpeter.firnges.5/videos/658953461546849/

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 02/2020

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quo vadis – management

Grant Freeland erklärte letztes Jahr das Management, wie wir es kennen, für beendet. Er zielte in seinem Artikel auf die sich verändernde Natur der Arbeit an sich und der Menschen ab.

Die Rollen der Manager verändern sich und viele davon antizipieren diese schon heute, schreibt der Autor in seinem Artikel. Es wird mehr von Manager mit Eckbüro weggehen und mehr zur Arbeitskraft, die sich einbringt. Die Reduktion des Overhead wird als Befreiung empfunden.

Was eine Landesbank vor mehr als 10 Jahren einführte – die Spezialisten-Schiene – wird wahrscheinlich in der Zukunft noch mehr genutzt werden, als „Experten ihrer Fachdisziplinen, Projekt-Honchos, Problemlöser“, und die Unternehmen, die das nicht frühzeitig erfassen, werden zurückbleiben. Wo war damals das Problem, bei der Landesbank? Die, die über die Boni entschieden haben, waren Manager mit Personalverantwortung und die haben nur denen gefühlt geglaubt, die Personalverantwortung hatten. Die anderen waren Spezialisten, aber für die Meinungsbildung nur zweite Reihe. Diese Tage sollen vorbei sein, sagt Vinciane Beauchene. Der Weg in die Führung war früher allein schon deswegen das Ziel, weil die Verweildauer bei Unternehmen nachweislich länger war, wenn eine Führungsrolle besetzt wurde. Allerdings Mitarbeiter bewegen sich und haben sich bewegt (lt. Employee Benefits Research Institute).

Warum war es allerdings immer verlockend nach oben zu klettern – Macht, Führung, Verantwortung oder nur das schnöde Geld?

Und hier dreht sich der Wind – heute wollen Menschen mental agiler sein, d.h. lieber neu als verwalten und sie sehen Arbeit anders als noch vor 1-3 Generationen. Warum ist das so? Einerseits, weil der Sättigungsgrad früher erreicht wird (Wohlstand) und weil bei gleicher Ebene die Jobs deutliche umfangreicher werden (81%). Andere meinen, dass sich die Jobs drastisch verändern (66%) oder ganz verschwinden (33%). Zudem glaubt die Mehrheit heute, dass die Nachteile überwiegen (Überlastung, Stress).  Ein verschwindend kleiner Teil gab an, von heute nicht-leitend zu leitend in den kommenden 5 Jahren, zu werden. Wie es auch betrachtet wird – Manager zu sein, scheint nicht en vogue. Arbeit wird als das gesehen was es zu sein scheint, nämlich Zeit mit etwas verbringen, dass Geld verdient, aber interessant und nicht zu belastend sein soll. Und das ist nunmal schinbar nicht Management. Zudem glauben viele Unternehmen, dass flache Hierarchien, oder kurze Entscheidungswege, gestützt von Prozessen und Bots die Zukunft allein seien.

Und hier beginnt der Irrglaube. Wir brauchen Manger (noch besser Führungskräfte) trotz AI, Flex-Time, Home-Office oder Co-Working, weil „freie Radikale“ bewegen sich nun mal unkontrolliert.

Und das will keine(r).

Und hier, glaube ich, liegt der Hase im Pfeffer. Wir brauchen mehr Führungspersönlichkeiten, weil viel Aufgabengebiete, mit Hilfe von Prozessen und Computerunterstützung, ohne direktes Management funktionieren, aber MitarbeiterInnen zu fördern, zu fordern, Rücksprache zu geben und Feedback zu geben, das Bedarf anderer unterstützender Faktoren.

Somit, wenn es eine dünnere, schlankere Hierarchie gibt, brauchen wir die richtigen Menschen oben.

Somit wird die Entwicklung der Sparte Management und der involvierten Personen spannender denn je.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 02/2020

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Sport gegen Probleme? Vielleicht, aber auf jeden Fall:  Sport für Sie!

Es sagt sich so leicht – nutzen Sie Sport gegen Ihre Probleme (manch ein Artikel sagt sogar, gegen Depressionen) – oder: „Oh, Ihnen geht es schlecht, dann treiben Sie doch Sport!“

Auf keinen Fall möchte ich hier eine harte Meinung für oder wider geben, sondern vielmehr auf zwei Dinge eingehen. Auf das, was Sport eigentlich beinhaltet. Nämlich Bewegung und warum das gut für Sie ist. Und das zweite, wann Sport auch kontra-produktiv sein kann.

Wenn die Bevölkerung (Arbeits-) befragt wird, ob sie sich bewegen, sagen 92% „Sie meinen ja“. Allerdings auf die Frage, „Sie treiben Sport…“ antworteten 41% mit „nie“, 15% „selten“, 6% „einmal monatlich“. Egal, ob hier keine Angaben gemacht wurden oder nicht, die Fremd- und Realwahrnehmung scheint nicht deckungsgleich zu sein.

Was bedeutet es Sport zu treiben? Und schon hier beginnt es mit den Wahrnehmungen. Einige meiner alten (im Sinne von langjährig, aber auch teilweise alt) Sportfreunde empfinden eine sportliche Betätigung erst, wenn sie mindestens eine Stunde auf sehr hohem Puls passiert ist, oder über 3 Stunden mit mäßigem Puls. Für andere ist es schon Sport, dass Sie den Bus erreicht haben. Und hier liegt die Wahrheit, beide Gruppen haben Recht. Und beides ist sehr wahrscheinlich gesund.

Ich meine, wir sollten den Begriff Sport mal streichen und dafür Bewegung nehmen. Hier wird Ihnen jeder Arzt sagen, Bewegung ist gut für Sie. Und hier kommt jetzt der Kopf ins Spiel. Bewegung bedeutet nicht eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, oder zweimal die Woche in die Schwimmhalle – das kann es sein, muss es aber nicht. Bewegung kann genau bedeutet, ich nehme mal die Treppe, oder ich steige abends auf dem Heimweg erst eine Haltstelle entfernt ein und gehe dahin. Und es muss nicht heißen, die Woche drauf 2 Haltstellen. Hier sage ich ganz bewusst: Da kommt nämlich das zweite Problem ins Spiel. Dass viele Menschen glauben, dass Sport immer ein Wettbewerb sein muss, gegen Andere oder sich selber. Hier kann es nämlich genau kontraproduktiv wirken, gerade für die Gruppe Menschen, die ggf. Sport gegen Probleme machen, dann wird z.B. die eine Sucht gegen eine andere getauscht. Das ist mir selber passiert, als ich einmal sehr erfolgreich das Rauchen aufgegeben habe. Dann bin ich halt sehr viel gerannt pro Woche.

Also was ist wahrscheinlich dienlich?

Jeder kann Sport treiben: Der Einstieg ist das Schwierigste und diese Hürde kann leichte überwunden werden, wenn Sie zu zweit oder mehrere Gleichgesinnte sind. Und das bedeutet nicht, dass es um ein Rennen geht, sondern um gemeinsam etwas tun.

Wenn Sie sich bewegt haben, ist die erbrachte Leistung völlig egal, die Leistung war, dass Sie es getan haben – und daran sollten Sie sich erfreuen und stolz darauf sein. Ob es nur der Gang zum See/Hügel/Park war, oder Sie das erste Mal 5 km am Stück laufen konnten, ist nicht relevant, sondern kann, muss aber nicht, Ansporn sein, dabei zu bleiben.  Es steigert nämlich nicht nur Ihren Gesundheit (allein in dieser Zeit rauchen Menschen gewöhnlich nicht, oder essen keine Schokolade oder schauen kein Fern), sondern viel besser, es steigert Ihr Selbstwertgefühl. Weil Sie haben dieses dann getan.

Warum hilft Sport (also, wenn Sie regelmäßig Sport machen) Ihnen im Leben. Weil diese bei Menschen, die unter Problemen leiden (ggf. sogar einer Depression)  Struktur im Leben gibt (allerdings sollte bei depressiven Menschen eine Begleitung erfolgen). Das bedeutet die Regelmäßigkeit ist wichtig. Und genau da kommen wir zu oben zurück, wenn Sie mal keine Lust haben und trotzdem den Popo hochbekommen. Sie haben es dann getan! Es geht Ihnen danach besser!

Machen Sie es einfach!

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 01/2020

Aufbauend auf https://www.deutschlandfunk.de/dlf-sportgespraech-sport-gegen-depression-die-groesste.892.de.html?dram:article_id=446786
und

Nahdran 3.19 Barmer

Warum mache ich etwas?

Genau diese Frage habe ich mir heute wieder erneut gestellt.

In einem Coaching diese Woche habe ich mit der Person über das Thema Druck aus den verschiedensten Richtungen gesprochen. Auf der einen Seite der Druck im Job zu reüssieren, dadurch die Karriereleiter weiter hochzusteigen und dadurch ggf. mehr Geld zu bekommen. Zudem aber auch Druck auf der privaten Seite mit Wertigkeit, Beweis, dass Erfolg da ist, etc.

Bei dieser Person zeigte sich dieses in immer mehr Arbeiten, mehr Beweis, dass Erfolg vorhanden ist und immer weniger Zeit, die zur Verfügung stand.

Da ist mir eine Äußerung eines Vorstands eingefallen, die in einem Feedbackgespräch gefallen ist (also der Vorstand hat mir Feedback gegeben). Sinngemäß: Die größte Lüge, die in unserer Industrie existiert, ist dass man Qualitätszeit aufs Konto legen könnte in Form von Geld.

Anders ausgedrückt: Es gibt keinen Barwert von nicht genutzter und somit gesparter Qualitätszeit, die man in 5 Jahren genießen möchte. Geld kann auf ein Konto eingezahlt werden, Wohnungen oder Häuser können schöner und größer werden, aber ein nicht gemachter Besuch, oder ein nicht besuchtes Konzert, bleibt ein Zeitraum, der nie wiedergeholt werden kann.

Das was ich tue, sollte ich (in einer idealen Welt ohne Zwänge) tun, weil es mir Freude macht und nicht weil ich immer etwas auf später verschiebe, weil ich heute dafür keine Zeit habe. Dieses bewusst für ein paar Jahre zu tun, weil da etwas aufgebaut wird, ja, aber nicht immer und über einen sehr langen Zeitraum.

Nicht verbrauchte Qualitäts-Zeit kann man nicht später nutzen.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 01/2020

Führen Sie ehemalige Kollegen und Kolleginnen!

Da kommt endlich der Karriereschritt. Und nun sollen Sie die alten Truppe führen.

Natürlich haben Sie gelernt oder sind sich dem bewusst, dass klare Grenzen und gute Kommunikation ein paar der Schlüssel sind, die zum Erfolg führen. Diese Grenzen sind genau dafür entscheidend, dass Sie nicht nur vielleicht ein besseres Gehalt kriegen oder gar das ersehnte Einzelbüro, sondern dass Sie die alten Peers führen.

Es wird so sein, dass Sie mit Problemen konfrontiert werden. Die einfacheren sind die, wo sich alte Seilschaften nun etwas wünschen, oder gar eine Vorzugsbehandlung fordern. Oder eine andere Person fühlt sich übergangen, weil diese Person auf die gleiche Position beworben hatte.

Diese Art von Problemen und auch Ihr Übergang in die neue Rolle, bekommen Sie nur mit klarer, direkter, beabsichtigter und transparenter Kommunikation hin. Denken Sie daran, es sind soziale Situation, die Sie hier herausfordern. Die folgenden drei Regeln helfen Ihnen hier erfolgreich zu sein:

  1. Aller Anfang fängt bei sich an – es ist Ihr Verhalten, das zum Erfolg führt:

Es gibt einen Grund warum Sie diese Rolle bekommen haben. Finden Sie diesen Grund heraus und machen Sie sich klar, was nun von Ihnen verlangt wird und was Sie dafür von Ihrem Team benötigen. Eine klare Position und Rolle ist anderen nämlich zu vermitteln. Ein diffuses Irgendwas nicht.

Ab morgen ist alles anders, wird Ihnen nicht helfen. Machen Sie mit dem Team kleine Schritte in die Richtung in die Sie wollen. Überfordern Sie auf keinen Fall bei der Geschwindigkeit.

  1. Die Zeit ist auf Ihrer Seite

Führen über Gespräche! Machen Sie in Einzelgesprächen den Teammitgliedern klar wo Sie hinwollen, was Sie hierfür benötigen,  und warum die Mitglieder Bestandteil davon sind. Dieses schafft die nötige Direktheit und Transparenz.

Stellen Sie offene Fragen und hören Sie aufmerksam zu (gerne wiederholen Sie, was Sie aus den Nachrichten gehört haben). Am Anfang werden Sie hierfür Zeit benötigen, aber die Teammitglieder merken auch, dass Sie sich Zeit nehmen. Und machen Sie sich klar, dass Sie auch jetzt in der Lage sind, Änderungen, die Sie und Ihre Mitarbeiter sich vor der Beförderung gewünscht haben, nunmehr umzusetzen.

Wichtig ist: Alle Mitarbeiter kennen Sie aus der Vergangenheit, mit Ihren Stärken und Schwächen (sowohl menschlich als auch inhaltlich – die Beförderung macht Sie nicht unfehlbar).

  1. Autorität herstellen

Seien Sie konsequent in der Mitteilung Ihrer Botschaft – diese muss deckungsgleich sein zwischen dem wie Sie gearbeitet haben und was Sie erreichen wollen – dann ist die Nachricht authentisch.

Autorität bedeutet auch Glaubwürdigkeit und das gelingt nur, wenn Sie fair und ausgleichend sind. Das bedeutet z.B. kein bevorzugen von Freunden. Gerade als verantwortliche Person sind diese Grenzen wichtig.

Mir wurde mal gesagt, mit Deinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kannst Du nicht befreundet sein.

Sehe ich das heute ähnlich strikt – wahrscheinlich nein, aber eine gesunde Distanz unterstützt Sie eher, als dass sie schadet.

Zur Autorität gehört auch entgegentreten bei passivem Widerstand, nicht Umsetzung, untergraben von Entscheidungen. Dieses sollte direkt mit einem vier-Augen-Gespräch aufgenommen werden.

Sie sind auch wenn Sie vorne stehen, immer noch Team-Mitglied.

Viel Spaß beim Führen!

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 01/2020

Delegieren!

Eine Frage ist immer, wenn Sie etwas delegieren, wird es auch nach Ihren gewünschten Standards erfüllt? Die in meinen Augen allerdings viel wichtigere Frage ist: Was können Sie tun, damit Delegation auch klappt? Deswegen hier ein Leitfaden, wie Delegation besser klappt!

In einer idealen Welt übergeben Sie nur Aufgaben, die auch erfüllt werden können. Wenn eine Aufgabe wichtig ist, ist diese Aufgabe kein Versuchsobjekt, ob jemand sie erfüllen kann. Dann machen Sie es bitte besser selber. Wenn allerdings Mühe und Zeit investiert wird, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Aufgaben meistern können, entstehen daraus starke Teams. Deswegen muss der oder die Verantwortliche sich vorher genau Gedanken machen, was die Aufgabe beinhaltet und was dafür an Qualifikationen benötigt wird.

  1. Ihre Erwartung darf nicht sein, dass die Aufgabe so ausgeführt wird, wie, wenn Sie diese Aufgabe selbst ausgeführt hätten. Enttäuschung wäre vorprogrammiert. Sie müssen sich darüber bewusst sein, dass nicht die gleiche Informationslage vorliegt und dass Sie klar kommunizieren, was Sie als Aufgabe abgearbeitet haben möchten.
  1. Wer bekommt die Aufgabe delegiert? Was kann diese Person, welche Vorbildung und Erfahrung? Natürlich kann hier auch mal ein Thema Ausbildung liegen, aber bei Tätigkeiten, Projekten, etc., die abgearbeitet werden sollen, ist das normal nicht so. 80% aller Delegationen sollten normalerweise erfüllbar sein, nur 20% sollen die annehmende Person „herausfordern“. Wenn Fragen aufkommen, müssen Sie oder Ressourcen verfügbar sein, damit die 20% auch erfüllt werden können.
  1. Geben Sie der Aufgabe das Gewicht, das die Aufgabe verdient. Manche Aufgaben sind weder schön, noch herausfordernd, noch prickelnd. Sie müssen aber trotzdem gemacht werden. Sagen Sie es dann auch so: „Das ist nicht toll, es muss leider gemacht werden, und mir ist es eine Hilfe, wenn es erledigt wird.“ Und wenn eine Aufgabe prickelnd, toll und spannend ist, dann kann sie auch genau so benannt werden.
  1. Geben Sie die Aufgaben an die Personen, die dafür auch die richtigen Personen sind. D.h. überlegen Sie vorher, wer ideal für die Lösung bzw. Abarbeitung ist. Und dann gehen Sie los und geben auch den Grund an.
  1. Zu jeder Delegation gehören drei Eigenschaften: Aufgabe, Budget und Termin. Dieses muss vorher geklärt sein. Sie müssen immer einen Report / Abschlussbericht einfordern (mündlich oder schriftlich) – bei kurzen Aufgaben einen Abschlussbericht oder Erledigungsreport, bei längeren Aufgaben einen Berichtsprozess.
  1. Ist die Aufgabe klar? Geben Sie hierfür Raum und bieten Sie des Weiteren nach einer Eindenk-Frist eine weitere Fragerunde an. Nur dann macht eine Ermutigung Sinn und muss auch erfolgen.

Viel Spaß beim Delegieren!

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 01/2020

Wie in den Wald geschrien wird, so…

Frohes Neues Jahr – Gesundheit, Frieden und Freude wünsche ich allen.

Sehr viele Menschen nehmen sich vor im Neuen Jahr etwas zu ändern. Dabei wünsche ich viel Erfolg und Durchhaltevermögen, weil „old habits die hard“!

In den letzten 2 Monaten des letzten Jahres wurde mir oft berichtet, dass der Stress doch sehr groß wird und die Kommunikation überfordert.

Wie wäre es da, bei sich selbst anzufangen? Mit einem befreundeten Planungsbüro, das im Themen Arbeiten außerhalb des Büros und Kollaborativesarbeiten spezialisiert ist, haben wir letztes Jahr an einem Email-Knigge gearbeitet und erfolgreich umgesetzt.  Hier soll jetzt nicht aufgearbeitet werden, wie für ein Unternehmen ein neues Kommunikationsverhalten eingeführt werden soll, sondern jede einzelne Person kann bei sich anfangen.

So kann eine vernünftige Reihenfolge vor einer Mail sein:

  1. Muss ich diese Mail schicken? Oder liegt es gar nicht in meinem Verantwortungsbereich?
  2. Kann ich auch auf einem anderen Weg den Inhalt transportieren (Jour Fix Meeting oder Call, bei Mittagessen, oder, oder)?
  3. Wer muss diese Mail erhalten? Der „Allen Antworten“ Button sollte so gut wie nie verwendet werden.

Allein durch die erste Frage, kann der Emailverkehr reduziert werden, durch die zweite Mail kanalisieren Sie Information wieder dahin, wo sie eigentlich hingehört, nämlich in den Kopf und nicht unbedingt auf den Rechner (wenn Sie nämlich den Inhalt weitergeben, dann arbeiten Sie kognitiv ganz anders mit der Information – auf keinen Fall danach noch einmal die Mail schicken, sondern vielmehr darauf warten, ob Menschen die Information proaktiv einfordern, dann gerne schicken).  Wenn Sie dann doch die Mail schicken, denken Sie über an: und cc: noch einmal nach (ggf. was machen Sie selber mit cc: Mails, die Sie erreichen?).

Sie werden sehen, wenn Sie damit anfangen weniger Mails zu schreiben, dann werden andere folgen. Dann reduziert sich dieses automatisch. Sie gehören ja nicht zu denen, die durch Mails etwas signalisieren wollen? Oder?

Aber nicht jeder Tipp, den Sie für die Reduktion des Emailverkehrs erhalten, macht auch wirklich Sinn. So gibt eine große Beratung den Tipp, Emails erstmal liegen zu lassen, die meisten erledigen sich von alleine. Ist das zielführend?

Also denken Sie über Ihre Kommunikation nach, dann werden andere dieses auch tun.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 01/2020

3 Tipps als einfache Achtsamkeitsübungen (auch über die Feiertage)

das Jahr ist fast rum, wir gehen mit Schwung auf die Feiertag zu und haben hoffentlich alles Wichtige erledigt.

Vielleicht kommen einige von Ihnen in den Tagen zur Ruhe und lassen das Jahr Revue passieren. Vielleicht wünschen Sie sich aber auch ein mehr an „zur Ruhe kommen“.  Hier haben Sie die Chance ganz einfach mal Dingen mit Aufmerksamkeit zu begegnen.  Weil wir leider oft mit den Gedanken nicht da sind, wo wir eigentlich sein sollten. Schön wäre es vielleicht, Dinge mit der nötigen Aufmerksamkeit zu erledigen. Dieses lernt man auch durch Achtsamkeit. Und wer sich in Achtsamkeit schult, wird weniger mechanisch oder unbewusst reagieren, sondern flexibler und den Situationen angemessen. Deswegen aknn man dieses über die Feiertage mal ausprobieren.

  • Erster Tipp: Bewusst Atmen – probieren Sie es mal: Eine Minute auf Ihren Atem zu achten. Hierfür habe ich eine zwei Links angehängt. Das ist recht einfach. Wenn Sie daran Gefallen finden, können Sie die Zeit ausweiten, den Fokus ändern (auf andere Sinne den Fokus legen), oder Meditieren lernen. Aber bevor jetzt schon große Ziele ins Auge gefasst werden: Der Anfang ist es einfach mal für eine Minute zu probieren.
  • Zweiter Tipp: Versuchen Sie einmal aufmerksam zu essen. Decken Sie sich den Tisch und versuchen Sie vor dem ersten Bissen sich klarzumachen, was Sie gleich in den Mund nehmen. Wie es sich anfühlen wird, wie die Konsistenz sein wird und welchen Geschmack Sie erwarten. Essen Sie dann einen Bissen und nehmen dieses genau wahr (Geschmack, wo auf der Zunge, Gefühl beim Kauen). Und wiederholen Sie dieses. Das können Sie auch erstmal auch nur mit einer Praline, dem Schokoweihnachtsmann oder so ausprobieren. Das Wichtige ist ja, sich das vorher klarzumachen, was die Übung beinhaltet. Aufmerksamkeit.
  • Dritter Tipp: tun Sie etwas was Sie regelmäßig tun, mal mit voller Aufmerksamkeit. Bei mir ist es z.B. Espressokochen am Herd. Ich versuche dann nichts anderes zu tun, als den Espresso zu brühen. Das fängt damit an, den Kaffee reinzutun (Geruch), das Gefäß verschließen (haptisch), den Herd anzustellen (Wärme), zu hören wie das Wasser anfängt zu kochen (Gehör) und dann wie gebrüht wird (Geruch). Ich glaube fest, dass mir dieses Espresso besser schmeckt (kann man dann mit Tipp 2 kombinieren), als wenn ich dabei telefoniert hätte.

Also viel Spaß damit. Bleibt mir zu sagen – Allen friedliche und frohe Feiertage.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 12/2019

https://insig.ht/soxLiNizi2
https://www.youtube.com/watch?v=68olzz6OWMA&t=8s

Memory Picture

Die Festtage kommen und was wir für dieses Jahr nicht gerichtet haben, schaffen wir in den kommenden Tagen bis zum 31.12. wahrscheinlich auch nicht mehr. Das bedeutet, wir können jetzt schon anfangen ein wenig runter zu fahren!

Vor meinem inneren Auge habe ich heute schon die vielen schönen Bilder, die in den kommenden Tagen gemacht werden.

Und genau zu dem Thema habe ich neulich eine wundervolle Aufzeichnung gesehen von Frau Brené Brown  „the call to courage“ (etwa bei Minute 54).

Da beschreibt sie ihre Tochter, wie diese einen langen Moment verharrt und in sich gekehrt konzentriert wirkt. Auf die Frage: „Was machst Du?“ Antwortet die Tochter, sie mache ein Memory Photo.

D.h. sie holt eben nicht das Smartphone raus und macht ein Photo, sondern nimmt den Augenblick wahr, verinnerlicht diesen Augenblick und erinnert sich diesem. D.h. es wird nicht in der Cloud oder sonst wo gespeichert, sondern vielmehr im Kopf und mit der eigenen Erinnerung.

Ich denke, das ist mal ne schöne Herausforderung, weil es nicht nur den Impuls des Photomachens anders lenkt, sondern auch, weil dann ein mentales photoshoppen möglich ist. Und um es dann wieder hervorzuholen, müssen Sie nicht nur, es erinnern, sondern auch beschreiben zum Teilen.

Viel Spaß dabei!

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 11/2019

Teaser auf https://www.youtube.com/watch?v=gr-WvA7uFDQ und Danke an meine Frau, dass ich ihr Netflix Abo nutzen durfte!

Der richtige Projektabschluss

Ein Projektabschluss ist die letzte Projektphase eines Projektes und umfasst die Schritte Produktabnahme, Projektabschlussanalyse, Erfahrungssicherung und Projektauflösung. Soweit so gut auf Wikipedia. Aber das Wichtigste fehlt in meinen Augen: Das Feiern des Erfolges.

Warum ist dieses wichtig? Um abzuschließen und auch eine Pause zu setzen, weil wir oft mehrere Projekte auf dem Schreibtisch haben und auch noch andere Dinge dabei sind. Und weil wir ständig unser Bestes geben, sollten wir die Momente der Zufriedenheit nutzen und uns diese verdeutlichen.

Feiern ist nämlich wichtig. Ich gebe Ihnen einige Ideen wir Sie alleine oder mit Teammembern den Abschluss eines Projektes den richtigen Rahmen geben können.  Natürlich ist es auch wichtig, dass einem die verantwortliche Person „Danke“ sagt, und wahrnimmt, dass es gut gelaufen ist. Aber das ist nicht alles! Denn oftmals ist es langfristig einfach besser, sich selber in seinen positiven Eigenschaften wahrzunehmen, als es von anderen gesagt zu bekommen.  Es sich selber verdeutlichen füllt die Akkumulatoren und nährt den Geist.

Diese drei Aufgaben sollten Sie nach Beendigung noch erledigen:

  1. Schreiben Sie für sich noch einmal kurz auf wofür Sie dankbar sind, was Sie stolz macht und was die Faktoren und Ressourcen waren, die es Ihnen ermöglicht haben, das Projekt gut zu beenden. Welche Hindernisse waren auf Ihrem Weg, wie haben Sie diese gemeistert
  2. Schauen Sie noch einmal auf das Projekt zurück und bemerken sie die Personen / Abteilungen etc., denen Sie persönlich danken möchten. Das kann eine Einladung auf einen Kaffee sein, eine kleine Notiz oder gar diese Schokolade, die mit dem Danke Werbung macht. Hier ist es wichtig es rechtzeitig zu tun und aktiv.
  3. Seien Sie dankbar für Ihren Erfolg und „feiern“ Sie es. Das muss nicht eine riesige Party oder Sause sein. Ein stilles Verharren, ein in sich kehren, ein Gebet oder etwas, was Ihnen liegt, kann völlig ausreichen.

Und nun das Wichtigste – vergessen Sie das Feiern nicht! Erinnern Sie sich in dem Sie beim Start eines Projektes den Abschluss auch als Schritt eingeben!

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 12/2019

Aufbauend auf einem Artile von Sharpist – www.sharpist.com

Was hat mich diese Woche beschäftigt? Montag, 25. November – Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2019

Eigentlich begann es mit einem Post von Frau Lena Meyer-Landrut zum Thema „Eier“ und „Muschi“. Was mich daran erstaunt hat, dass vereinzelt Personen nicht nachvollziehen konnten, warum das diskriminierend ist, dass mit den „dicken Eiern“ eine mutige Person dargestellt wird, wohingegen eine nicht mutige Person als „Muschi“. Also ich empfinde dieses als sprachliche Diskriminierung.

Deswegen, weil ich glaube, dass wir nicht nur an wenigen Tagen im Jahr an Veränderung arbeiten sollten, sondern uns diese Tatsachen öfters vor Augen führen sollten: Hier noch einmal Überschriften – link(s) hängen unten an – die an diese Woche mich nachdenklich und tätig gemacht haben: alle aus der Tagesschau wörtlich zitiert:

  • Frauen bringen mehr – Seit 2016 gibt es eine Frauenquote für Aufsichtsräte und eine Reihe von Verpflichtungen zur Förderung weiblicher Führungskräfte. Bewirkt hat das laut einer aktuellen Studie wenig. Dabei ist ein höherer Frauenanteil im Management offenbar ein echter Erfolgsfaktor.
  • Mehr Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt – Die Zahl der angezeigten Gewalttaten gegen Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner ist leicht angestiegen. Das zeigt eine BKA-Auswertung. Familienministerin Giffey nannte die Zahlen “alarmierend”.
  • Kochendes Wasser über den Kopf geschüttet – Fast jede zweite afghanische Frau würde das Land am liebsten verlassen. Der Grund sind grausame Misshandlungen, Erniedrigungen und Unterdrückung zu Hause.
  • “Betroffene fühlen sich allein gelassen” – Leonie Steinl, die Vorsitzende der Strafrechtskommission des Deutschen Juristinnenbundes, sagte in den tagesthemen, wichtiger als strengere Gesetze zum Schutz von Frauen sei die Auslegung und Anwendung des bestehenden Rechts.
  • Wegschauen ist keine Option – Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache. Dass der Bund nun Geld für Frauenhäuser in die Hand nehmen will, ist gut, aber nicht genug. Auch Länder und Kommunen sind gefragt – und wir alle müssen aufmerksam sein.

Meine Bitte: Denken Sie über diese Überschriften einmal nach. Wenn Ihnen Themen begegnen bei denen Sie empfinden, das ist diskriminierend, nehmen Sie es wahr. Und das geht von der Sprache, bis hin zu Taten, die Sie beobachten. Vielleicht ändern Sie Ihr Verhalten, oder fördern auch andere das zu tun. Wenn Sie Gewalt wahrnehmen: Schauen Sie nicht weg, hören Sie nicht weg! Sprechen Sie die betroffene Person allein an. Wenn Sie sich das nicht trauen, suchen Sie Unterstützung, wie Sie damit umgehen könnten. Melden Sie die Beobachtung! Oder gehen Sie zur Polizei.

Dass Frauen das schwache Geschlecht sind, darf nämlich nicht sein. Es ist gleichberechtigt. Im Schutz, in der Arbeit, in der Rechtsprechung und im Zusammenleben.

Das ist mir wichtig: Wir sollten an unserer Sprache und unserem Verhalten arbeiten.

Es fängt im Kopf an und endet in Taten.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 11/2019

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/frauenquote-161.html

https://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-gewalt-frauen-101.html

https://www.tagesschau.de/inland/gewalttaten-frauen-deutschland-101.html

https://www.tagesschau.de/inland/juristinnenbund-gewalt-frauen-101.html

https://www.tagesschau.de/inland/kommentar-gewalt-gegen-frauen-101.html

Das macht die Person nur um sich zu profilieren!

Genau! Das machen Menschen nur damit sie im Vordergrund stehen! Das sind Leute, die andere in Ihrem Schatten stehen sehen möchten.

Nun ja, die LeserInnen, die mich öfters lesen, wissen, dass ich hier eingreife. Und die sprachliche Einseitigkeit versuche, etwas aufzufrischen.

Was bedeutet Profilierung? Wiki sagt hierzu: „das Zurschaustellen einer bestimmten Eigenart, einer klaren Haltung oder einer deutlichen Richtung, um sich von anderen abzuheben“ Und fährt fort mit: „Synonyme: Eigenwerbung, Public Relations“ und gibt hierzu auch noch „Beispiele: Der ganze Zirkus dient nur zur Profilierung“. Das klingt leider nicht positiv.

Ich lade Sie ein, sich jetzt in diesem Augenblick ein Bild vorzustellen von einer Person über die Sie sagen: Das macht die Person nur um sich zu profilieren.

Haben Sie es in Ihrem Kopf?

Das hat etwas eindeutig Negatives. Aber muss dieses denn sein? Ist es nicht richtig sich Profil zu geben? Und das geht durch so viele verschiedene Arten? So kann Profil gezeigt werden durch

  • Kompetenz
  • Gestik, Mimik, Körperhaltung
  • Mut, Verletzlichkeit, Bewusstsein über das Selbst
  • Kritik äußern
  • Distanz
  • Klarheit
  • Präsenz, aber auch durch
  • Zurückhaltung

Ich meine das, wer Profil zeigt, zeigt auch Fläche und somit Ansatzpunkte für andere sich daran zu reiben. Und daraus wird meistens etwas Besseres, als wenn alles sich zurückhalten, weil wir ja Themen nach vorne schieben wollen.

Keine(r) von uns muss gleich mit der Tür ins Haus fallen, aber Profil zeigen ist etwas Gutes. Es gibt dadurch Ansatzfläche sich zu reiben. Und ich möchte hier nicht in die Kalauerkiste greifen. Aber durch Reibung entsteht auch Wärme und das bedeutet nichts anderes als Leistung (Kraft mal Weg)!

Einzig, was im Hinterkopf behalten werden muss, ist Wertschätzung und Respekt im Umgang.

Na, los, profilieren Sie sich!

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 11/2019

Success Journal oder einfach mal Erfolge notieren.

Der Mensch tendiert dazu Ereignisse nicht neutral abzuspeichern, sondern vielmehr sehr Tragisches über die Zeit abzuschwächen – sonst hätten wir evolutionär gar nicht überlebt.

Aber im kurzen Zeitrahmen tendieren Menschen dazu, nicht so gute Dinge über zu bewerten und schöne Ereignisse als gegeben und verdient abzuspeichern. So kann es zu einer Spirale kommen.

In a Nutshell: Denken Sie doch mal über ein Erfolgstagebuch nach? Abgesehen davon, dass Sie den Tag noch einmal Revue passieren lassen, werden Sie an dieser Aufgabe wachsen! Ich verspreche das!

  • Sie erfahren, warum es wichtig ist, Ihre Erfolge anzuerkennen.
  • Sie erfahren, wie Sie Ihre Erfolge in einem Erfolgstagebuch festhalten.
  • Mit dieser Methode lernen Sie, auf Ihren Erfolgen aufzubauen.

Was sind denn eigentlich Erfolge? Wie groß müssen diese sein? Muss es immer das Ende eines Projektes sein, oder die Zahlen vom Jahr? Gibt es nicht auch kleine Erfolge? Sind diese nicht vielleicht öfters als Sie meinen?

Um sich dieses zu vergegenwärtigen plädiere ich für das Führen eines Erfolgstagebuchs.

  • Schreiben Sie am Ende des Tages 3 Erfolge auf. Das ist am Anfang nicht einfach. Probieren Sie es doch, dass Sie immer einen in der Firma finden möchten. Das kann z.B. eine Tätigkeit gewesen sein, auf die Sie gar keine Lust hatten, und die sie doch beendet haben. Hier liegt nämlich das Schöne daran, Erfolge zu suchen. Normalerweise antwortet man auf die Frage: Wie war der Tag? Ohh, nicht so toll, hatte eine Aufgabe auf die ich keine Lust hatte.
    Das fühlt sich negativ an. Wenn die Antwort allerdings lautet: Ich habe eine Aufgabe, die mir nicht liegt und auf die ich keine Lust hatte, abgeschlossen. Dann hat das etwas Positives. Und wir malen uns dabei nicht die Welt schön!
  • Als zweiter Schritt – beschreiben Sie diesen Erfolg – die Basis legen Sie schon im ersten Schritt. Allerdings setzen Sie sich hier damit intensiver damit auseinander. Warum ist Ihnen dieser Erfolg wichtig?
    Wenn Sie sich über Ihre Erfolge im Klaren sind, ist das die Basis für den Aufbau darauf, nämlich noch mehr Erfolge zu erkennen. Und ggf. können Sie sich Ideen für zukünftige Erfolge geben – Beispiel die (wiederkehrende) ungeliebte Aufgabe (z.B. monatliches Reporting). Wenn Sie einen guten Weg gefunden haben, wie sie diese Aufgabe erledigen, dann können Sie dieses bewusst und geplant replizieren.
  • Erweitern Sie das Tagebuch auf mehr Erfolge und wiederholen Sie die Schritte.

Ein Erfolgstagebuch ist nichts weiter als die Reflexion Ihres tun über den Tag. Hierin können Sie somit Sinn und Erfolg finden. Und es sind nicht die großen Erfolge, die Ihnen das Leben versüssen, sondern viele Kleine, die Sie manchmal einfach übersehen.

Und nun FEIERN SIE IHRE ERFOLGE

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 11/2019

Werden wir in der Wertschöpfungskette unnötig? Wir sind integraler Teil der Wertschöpfungskette!

Dieser kurze Blog setzt mich mit folgenden Fragstellungen auseinander:

  • Welche Jobs könnten unnötig werden und was passiert dann mit uns?
  • Ein Beispiel von Jobs, die ggf. länger benötigt werden und warum?
  • Gedanken zu, wie wir in der Wertschöpfungskette benötigt werden

Unten habe ich eine Liste angeheftet von Jobs, die irgendwann einmal nicht mehr relevant sein könnten. D.h. diese Jobs könnten einmal nicht mehr gebraucht werden. Diese Liste ist weder belastbar, noch vollständig, umfänglich oder wirklich richtig (weil es fehlen, z.B. die Universalbanker, die mir als erstes eingefallen wären). Das wäre ja an sich schon tragisch genug, allerdings in wie weit werden „wir“ noch benötigt?

Hier hat mich erneut Harari (Homo Deus, S. 382-383) beschäftigt. Was bedeutet es eigentlich, dass wir ggf. in der Wertschöpfung unnötig werden. Manch einer mag jetzt sagen, Hurra, 365 Tage Urlaub im Jahr.

Ich glaube allerdings, wenn wir uns damit auseinandersetzen, sehen wir heute schon Formen dieser Art. Die 3. Generation Hartz 4, d.h. Menschen, die in 3. Generation nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen. Hier mag jemand denken, nun ja, es sei auch selbst verschuldet, aber dem ist ja laut neuster Forschung, nicht so (und es gibt Wege aus dieser Situation – siehe Link „Sarah“). Die Frage ist auch nicht, was im Bereich Hartz 4 passiert, sondern, dass es eine größere Anzahl Menschen gibt, die dann nicht mehr Teil der Wertschöpfung sind, sondern nur noch des Konsums. Und hier lohnt es sich darüber nachzudenken, was das mit einer Person macht?

Oder anders ausgedrückt – wer mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst.

Wie schnell dieser Prozess sein wird, dass Menschen durch Maschinen ersetzt werden, kann kein Mensch beurteilen. Ggf. wird dieses durch die Politik oder andere Schwierigkeiten abgebremst. Aber wir können mit hoher Konfidenz davon ausgehen, dass es passiert.

Allerdings wissen wir auch nicht, was in unserem Kopf so wirklich vorgeht – vielleicht findet der Mensch einen Weg, wo wir den Maschinen ggf. dann doch das Wasser (noch) reichen können, bzw. wo Ersatz keinen Sinn macht. . Menschen prägen sich in den unterschiedlichsten Weisen aus – so ist z.B. im Luxussegment Handel, Gastronomie oder Hotel bei Angestellten festzustellen, dass sie sich mental dem Lebensgefühl der Kunden anpassen, um die negativen (teilweise prekären) Seiten des Jobs besser ertragen zu können (das erklärt vielleicht, warum sich bei Geschäften in den Luxusstraßen, gewisse Angestellte feiner fühlen, als die Kunden, und diese dann auch dementsprechend behandeln). Und genau hier ist ein Punkt festzuhalten, der die Angestellten von Maschinen unterscheidet. Es ist in der Forschung beobachtet worden, dass schichtenübergreifenden Begegnungen stark verflochten sind mit Erscheinungsformen von Emotionen und geschlechtstypischen Zuschreibungen. So wird eine sozialadäquate Reaktion von den Angestellten erwartet. Dieses zeichnet sich sogar ab, dass Verhaltensregeln festgeschrieben werden (Beispiel First Class Purser). Dadurch spielen die Angestellten den Kunden Interesse vor, aber in der Weise, dass eine Unterscheidung von echtem Interesse kaum noch möglich ist. Allerdings weiß jede interessebeziehende Person, dass eine Maschine dieses Verhalten nur erlernt hat. Diese mag als heuchlerisch und unehrlich empfunden werden, ist aber sozial-akzeptiert und gewünscht.  Eine Hotelangestellt äußerte, dass ihr im Grunde die Gäste egal seien, aber ihr Job ist, Ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Und wahrscheinlich liegt hierin begraben, warum sich gewisse Aufgaben nicht weg-effizienzen lassen, da Kunden emphatisch, bzw. vermeintlich ehrlich betreut werden wollen.

Aber! Eine Frage, die sich daran anknüpft ist in wie weit wir Menschen noch als Individualisten in einer zukünftigen Welt benötigt werden. Da Algorithmen an Gleichmäßigkeit interessiert sind, können die Dinge die „uns“ auszeichnen, nämlich, dass wir Individualität besitzen, des Weiteren unser „Selbst“ frei sei, und dass wir Dinge von uns wissen, die keiner von uns weiß, nicht als Förderns wert betrachtet werden. Deswegen werden wir des Konsums willen uns eher nach unten als noch oben anpassen – also weniger Freiheit, weniger Individualität. Im Sinne des Konsums und der Rendite müssen alle Effizienter werden und die Käufer immer gleichförmiger, dieses widerspricht allerdings uns als Individualität.

Egal wie schnell die Veränderungen stattfinden, wieviel konformer wir werden und wie weit wir noch benötigt werden? Das Selbst ist hierfür bezeichnend, weil dadurch eine klarere Diversifizierung entstehen kann.

Arbeiten Sie am sich selber kennenlernen

Herzlich aus dem Norden
JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 11/2019 – Aufbauend auf Harai Homo Deuts, verschiedenen Forschungsarbeiten und einem Zeit Artikel

Jobs die Wegfallen:

Reisekauffrau, Kreditvermittler, Buchhalter, Rechtsanwälte, Radiomoderator, Mittleres Management, Croupier, IT Support, Finanzplaner, Floristen, Sortierer (Post), Fotoladenmitarbeiter, Datenerfasser, Telefonvermittler, Landarbeiter, Köche im Bereich convenient kitchen, Nachrichten Redakteure, Juweliere, Textil-Verarbeiter, Schreiner und Tischler, Handlungsreisende, Buchbinder, Detektive, Architekten für „einfache“ Bauten – Standard, Allgemeine Ärzte

Sarah:

https://ze.tt/sarah-ist-mit-hartz-iv-aufgewachsen-und-wird-nun-als-erste-in-ihrer-familie-studieren/?utm_campaign=ref&utm_content=zett_zon_parkett_teaser_x&utm_medium=fix&utm_source=zon_zettaudev_int&wt_zmc=fix.int.zettaudev.zon.ref.zett.zon_parkett.teaser.x

Frauen – Power

Wieviel Frauen sind in Dax Unternehmen im Vorstand? Wieviel Frauen sind im Aufsichtsrat von Dax Unternehmen?

Die Zahlen sind recht überschaubar. Ähnlich niederschmetternd sind die Zahlen, wieviel Dax Unternehmen die Zentralen im Osten haben, oder gar in Ostdeutschland Geborene in der Führungsebene.

Ich möchte in diesem Artikel aber gar kein Bashing veranstalten, was alles wo, wie und warum besser gemacht werden könnte. Trotzdem, Danke SAP, dafür dass Sie Jennifer Morgan berufen haben!

Was mich aber viel mehr interessiert ist, warum es die folgenden Ergebnisse in Studien gibt?

Kritik von weiblichen Chefs kommt nicht gut an!

D.h. wenn jemand Kritik empfängt, ist es abhängig vom Geschlecht, wie diese empfunden wird? Anders formuliert: Rückmeldungen von weiblichen Vorgesetzten sind unbeliebter.

Ist das nicht erschreckend?

Was hat Martin Abel gemacht? Er hat 2.700 Menschen für fiktive Firmen mit fiktiven Führungskräften arbeiten lassen, um einfache Arbeiten auszuführen. Per Zufall wurde das Geschlecht der Führungskraft zugeordnet und nach 50% Erledigungsgrad wurde positives oder negatives Feedback gegeben. Die Arbeitszufriedenheit war 70% niedriger bei den Personen, die von weiblichen Führungskräften negatives Feedback erhalten hatten, als bei den Angestellten, die negatives Feedback von einem Mann bekamen. Des Weiteren war dieses Ergebnis annährend gleich bei den weiblichen und männlichen Arbeitskräften. Ein weiteres Ergebnis war, dass die Retentionrate bei männliche Führungskraft doppelt so hoch, wie bei weiblichen Führungskräften.

Wohlgemerkt, wir reden über einfache Tätigkeiten (Arbeiten). Da die Rückmeldungen identisch waren und schriftlich erfolgten, ist dieses ein starkes Indiz dafür, dass hier eine Geschlechterdiskriminierung vorliegt, und der Führungsstil durch die Art und Weise der Rückmeldung ausgeschlossen wurde.

Wenn es derartige Reaktion gibt, und dieses auch der Realität entspricht, dann kann getrost angenommen werden, dass dieses erstens konterkarierend zu den Ansprüchen an Führungskraft ist, zweitens Frauen dadurch fälschlicherweise suggeriert wird, dass sie anders (weniger effizient) führen und drittens ggf. sogar primär das Interesse an zusätzlicher Verantwortung verlieren.

Abel geht in seiner Analyse noch weiter. Er nimmt an, dass der Grund für dieses Verhalten darin liegt, dass von Frauen eher Lob als Tadel erwartet wird. Da die Erwartungshaltung doppelt enttäuscht wird, erstens weil die Leistung eine nicht positive Rückmeldung erfährt, und dann noch von einer Person, von der eher Lob erwartet wurde, ist das Empfinden umso schlimmer.

Wie kann nun dagegen angegangen werden?

  • Durch Gewöhnung der Arbeitskräfte – es ist nicht neu, dass Frauen führen und es sollten mehr werden. D.h. die Unterstützung erfolgt von oben, wird gelebt und eingefordert (von Kollegen, Führungskräften, durch Quoten) – steter Tropfen …
  • Die Zeit arbeitet für die Frauen, weil unter jüngeren Menschen der negative Effekt weniger vertreten wird. In den Zwanzigern gibt es kaum / keine Geschlechterdiskriminierung mehr
  • Und letztlich durch arbeiten an sich selber – Frauen können an sich selber arbeiten, sich selber besser kennenlernen und den eigenen Standpunkt verstehen und bestimmen

Egal wie ich es betrachte, mich hat diese Studie sehr erschrocken. Und ich hoffe, dass wir alle dafür etwas tun, dass die richtigen Führungskräfte führen. Und da ich ein großer Freund der  großen Zahl bin, glaube ich einfach, dass ähnlich viele Frauen wie Männer das können.

Herzlich aus dem Norden

Ihr

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 10/2019

Und fürs Wochenende:

3 gute Regeln um Streit im Job zu begegnen!

Natürlich kann die „emotional intelligente“ geschulte Person, damit ggf. besser umgehen. Viele sind das aber nicht, und Sie müssen trotzdem solchen Situationen begegnen! Die Förderung der Ausbildung von „emotional intelligent“ geschulten Mitarbeitern, sollte oder könnte durch Personalabteilungen erfolgen.

Streit gehört zur Menschheit – aber es gehören immer 2 Personen dazu. Zwar kann eine Person stacheln und aufwiegeln, lässt die andere Person diese aber nicht zu – eskaliert es selten bis nie.

Wie können Sie damit umgehen?

  1. Das retardierende Moment oder einfach Durchatmen:

Klappt fast immer, egal ob es bei einer persönlichen Begegnung oder einem Email Kontakt passiert. Erstmal der Versuchung widerstehen, dem Gegenüber die Meinung zu sagen, die Situation emotional zu kommentieren. Durchatmen und ein paar Sekunden verstreichen lassen. Die paar Sekunden helfen Worte zu finden, zu deeskalieren und Ruhe hineinzubringen.

  1. Versuchen Sie die Positionen der anderen Person zu verstehen

Was meint die Person? Habe ich es richtig verstanden? Gebe ich das Gefühl diese Person ernst zu nehmen? Das bedeutet nicht, dass Sie die Schuld bei sich suchen, sondern Sie versuchen objektiv die Sache zu betrachten. Allein das, hilft schon oft. Und am einfachsten geht das über: Fragen stellen!

Frage stellen, Zuhören, Analysieren und weiter Fragen stellen. Die Person fühlt sich somit ernstgenommen. Wenn es um ein sachliches Thema geht, kann dadurch schon viel Wind aus den Segeln genommen werden.

Einige Artikel zu diesem Thema raten auch dazu, ggf. persönliche Fragen zu stellen, wie: Geht es Ihnen gut? Hier rate ich ab. Es ist immer noch der Arbeitsplatz. Diese Frage kann nur davon abhängen wie gut Sie die Person kennen. Und hier hilft die gefühlte Empirie. Wenn Sie die Person gut kennen, wird diese anders mit Ihnen streiten – dann können Sie auch fragen, wie es der Person geht. Wenn Sie die Person aber nicht kennen, schütten Sie wahrscheinlich nur „Öl ins Feuer“.

Was Sie aber immer tun können: Hilfe anbieten!

  1. Evaluieren Sie den Rückzug

Je nach Situation, kann es hilfreich sein, den Rückzug anzutreten. Worum geht es bei dem Streit? Ist es das wert? Und hierfür ist Ruhe von Nöten und Überlegtheit. Um dieses zu beurteilen und auch leben zu können, bedarf es Ruhe, Abgeklärtheit, Empathie, Reife und Authentizität.

Der Rückzug muss überlegt und bewusst begangen werden. D.h. Nicht Nachgeben, weil Sie keinen „Bock“ auf den Streit haben, sondern, weil es richtig ist nachzugeben. Und genauso gibt es Situationen in denen Nachgeben falsch ist. Und hier hilft es mit emotionaler Distanz den Inhalt zu beurteilen.

Das einfachste Nachgeben ist, zu zugeben, dass Sie falsch lagen. Wenn das richtig ist, dann sollten/müssen Sie sich auch entschuldigen.

Wenn alles nichts hilft und die Person streitet, weil sie das einfach tut, dann können Sie den Weg über Meditation gehen.

Was allerdings nicht geschehen sollte, ist, dass Menschen, die streiten, einfach so gewähren können. Diese Personen vergiften die Betriebsatmosphäre. Das zieht sich durch den Betrieb und zieht alle nach unten. Führungskräfte müssen diese Personen erkennen. Und auch hier: Erstmal Hilfe anbieten – d.h. diese Person ggf. zu einem Coach schicken. Ein guter Coach wird spüren, ob geholfen werden kann, oder ob diese Person ggf. therapeutisch behandelt werden sollte. Oft handelt es sich bei „Streithähnen, oder –hennen, um egoistische, unzufriedene und unreife Persönlichkeiten mit geringem Selbstbewusstsein.

Aber nicht jeder Streit ist ein Streit. Ob der Elfer gestern berechtigt war oder nicht, da kann es auch mal kurz laut werden, aber immer mit Respekt! Und mit Verständnis! Und das bringt uns wieder zu den drei Regeln.

Viel Spaß und ein schönes Wochenende

Herzlich aus dem Norden
JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 10/2019

6 goldene Regeln für das Home-Office

Home-Office ist großartig und ich persönlich liebe es. „Gefühlt“ sage ich ähnlich oft zu meiner Frau, dass ich einen guten/schlechten/blöden/tollen oder sonst einen Tag hatte, wie früher im regulären Office. Ich bin auch glücklicher Zuhause als im normalen Office, aber es beschleicht mich regelmäßig das Gefühl, dass ich länger arbeite und manchmal auch nicht so konsequent. Bei mir ist das OK, dann ist der Ausbeuter gleichzeitig der Ausgebeutete und der Leidtragende auch der Auslöser – aber es gibt auch Konstellationen, da ist das nicht so.

Der Fächer der möglichen Arbeitszeitgestaltungen ist heute weiter denn je – vom Piloten (Blockzeiten) zu absoluter Vertrauensarbeitszeit spannt sich der Bogen. Und hier kommen dann Themen dazu, die außerhalb der Firma liegen (gesetzliche Regelungen, maximale Arbeitszeit, Pausenzeiten, etc.). Warum arbeiten Menschen tendenziell anders (oft mehr) Zuhause als im Office. Weiles so ist! Weil Sie alleine sind! Weil Ihnen kleine Regeln fehlen!

Bleiben wir in der halbwegs idealen Welt. Wir klammern auch die Kollegen und Mitarbeiter aus, die am Wochenende Mails verschicken, sondern bleiben mal konsequent bei Ihnen selber. Wie arbeiten Sie von Zuhause besser:

Die 6 ultimativen Ansatzpunkte um besser von Zuhause zu arbeiten (d.h. oft weniger lange Zeiten):

  • Selbstdisziplin – Der Heimarbeitsplatz ist genauso ein Arbeitsplatz wie der im Office. Das bedeutet, dass Sie den Tag genauso planen sollten wie im Büro. Idealerweise mit Singletasking statt Multitasking, Telefonkonferenzen und to do Liste (bitte diese auch so gestalten, dass sie zu erledigen ist und nicht, ein Waschzettel von unerledigten Dingen – als kleiner Tipp – den Plan und die to do’s Abends machen, das befreit und lässt besser Schlafen)
  • Den Arbeitstag beenden – und ihn auch konsequent anfangen. Das sagt sich so leicht, aber das eine gehört wie das andere dazu. Den Arbeitstag konsequent anzufangen bedeutet. Hinsetzen, Rechner an und Arbeiten. Fragen Sie sich ruhig mal, ob Sie gewisse Dinge so täten, wenn Helga und Franz am Nachbartisch säßen? Und was Sie konsequent beginnen, dürfen Sie auch genauso konsequent beenden. Nur wer Ende und Anfang gut kennt, kann dazwischen erfolgreich sein.
  • Kommunizieren (und nicht nur per Mail) – eine Mail schreiben, ist nicht immer kommunizieren – nehmen Sie ruhig das Telefon und sprechen Sie mit Menschen. Hier liegt ein großes Thema des Home-Office – sie sehen nicht, was der andere tut. Im Großraumbüro sind Sie in der Lage die Arbeitslage besser bei anderen einzuschätzen. Aber sprechen ist hier nun mal „Gold“ und nicht „Silber“.
  • Kein schlechtes Gewissen haben, weil man Zuhause ist. Sie sind Zuhause und Sie arbeiten da. Ein KollegeIn mag vielleicht sogar sagen: „Ahh, Home-Office, half day off?“ Aber Sie haben das schlechte Gewissen, Sie denken, Sie tun ggf. zu wenig, oder es könnte Ihnen unterstellt werden, Sie wären faul. Wenn Sie die anderen Verhaltensregeln befolgen, dann sind Sie wahrscheinlich effektiver, als an manch anderem Arbeitsplatz. Wenn ein schlechtes Gewissen sich um die Ecke schleicht, dann können Sie sich kurz fragen: Ist das berechtigt? Wenn ja, dann besser arbeiten, wenn nein, dann müssen Sie auch nicht in Sack und Asche mental herumlaufen.
  • Bewegung – wer Zuhause arbeitet, bewegt sich weniger – d.h. im normalen Office, kurz in mal in den zweiten Stock zum netten Kollegen rennen. Am Fotokopierer vorbei. Ein frischer Kaffee, und sich draußen mit jemandem zum Essen treffen. Sie laufen in der Firma mehr als Zuhause. Zuhause gehen Sie max. noch in die Küche oder zum Drucker. Hier muss gegengesteuert werden und zwar durch Sport oder ähnliches. Gerne auch einfach in der Mittagspause (ja, die macht man auch Zuhause) um den Block gehen.
  • Nichts Privates einschieben – Der Schritt von Prokrastination zu, ich mach das mal eben nebenher (Multitasking) ist Zuhause schnell getan. Morgens die Maschine anstellen und dann auch leermachen. Diese Zeitfresser addieren sich. Leider klingt es altbacken und spießig, aber trennen Sie Küche/Haushalt und Arbeitsplatz. Gleiches gilt für Shoppen (online / offline). Verhalten Sie sich so, wie Sie es im Großraumbüro machen. Da würden Sie ja auch nicht nebenher Weihnachtskarten schreiben, oder 2 Stunden zum Edeka gehen. Genau dieses ist es nämlich, warum Sie Abend ein schlechtes Gewissen haben.

Lassen Sie es mich so zusammenfassen. Verhalten Sie sich Zuhause so, wie Sie es im Office tun. Irgendjemand sagte mal: Gute Erziehung sei, das gleiche Verhalten alleine an den Tag zu legen, wie, wenn Sie in Gesellschaft sind. Home-Office ist im engeren und weiteren Sinne nur eine Verlagerung des „wo“, nichts anderes. Sie gehen ja auch nicht nachts um 11:00 in Office und schreiben Mails. Und wenn doch ….

Das hält natürlich die gute Führungskraft nicht davon ab, mal die Person zur Seite zu nehmen, die regelmäßig Nachts und/oder am Wochenende Emails schickt, mal zu sagen: Schick die Dinger doch einfach morgens oder am Montag und lass sie davor im Entwurffolder.

Also viel Erfolg beim vom Haus aus arbeiten

Herzlich aus dem Norden
JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 10/2019 – Aufbauend auf einem Interview mit Michael Groß – FAZ 15. Juni 2019

Achtsamkeit bei der Arbeit

Dauerhafter Stress ist nicht gut für uns. In diesem kurzen Beitrag gebe ich Ihnen Tipps wie Sie achtsamer durch den Arbeitstag kommen.

Was bedeutet eigentlich Achtsamkeit – Etwas bewusst wahrnehmen ohne es zu bewerten. Als Beispiel mag gelten, dass eine vortragende Person, nervös ist. Dieses bewusst wahrzunehmen, im Sinne von, ich bin nervös, ohne sich deswegen Vorwürfe zu machen oder es zu verdrängen, hilft schon vor und bei dem Vortrag.

Nicht nur ist Achtsamkeit stressreduzierend, sondern durch eine gelebte Kultur der Achtsamkeit, d.h. reflektiert, mitdenkend und überlegt etwas bearbeiten, fördert es die Sicherheit bei der Arbeit und die Gesundheit. Bei Produktionsstätten hilft sie Unfälle zu vermeiden.

Wird Achtsamkeit in Unternehmen kulturell gelebt, fördert sie zusätzlich die bessere Kommunikation, das Vertrauen und die Wertschätzung.

Was kann man denn tun? Wie werde ich achtsam am Arbeitsplatz und in der Arbeitswelt?

  • Erstmal tief durchatmen – d.h. bevor eine Aufgabe oder der Arbeitstag angegangen wird, erstmal ankommen und die Aufgaben bewusst betrachten
  • Den Tag so planen, das er auch bewältigt werden kann und eins nach dem anderen erledigen – die Planung muss erreichbar sein
  • Machen Sie Pausen und diese bewusst – gehen Sie ruhig mal raus und genießen Sie 5 min. außerhalb des Arbeitsplatzes – diese 5 min bewusst erleben und nichts nebenher tun
  • Machen Sie sich automatischen Reaktionen, die Sie erleben, bewusst (hier ist oft Coaching Bedarf, weil automatische Reaktionen sehr viel mit Ihnen selber zu tun haben) – eine automatische Reaktion kann sein, dass Sie genervt sind, wenn z.B. eine bestimmte Person etwas von Ihnen benötigt – warum reagieren Sie so genervt, wo Sie ggf. kognitiv genau wissen, dass die Anfrage völlig gerechtfertigt ist.
  • Versuchen Sie weniger Worte zu benutzen als ihr Gegenüber, d.h. mehr Zuhören als reden – ausreden lassen, aufmerksam zuhören, und der gegenüber sitzenden Person den Raum lassen
  • Single-Tasking – wer heute noch glaubt multi-tasking sei etwas tolles, der hat den 80zigern die Ausbildung genossen (ohh Sarkasmus, der kleine Bruder von …) – die Gesundheit, die Produktivität und die Sicherheit leiden (wie gut kann man SMSe schreiben und gleichzeitig telefonieren? Das merkt der Gesprächspartner) – machen Sie konzentriert das, woran sie gerade sind. Andere Aufgaben/Tätigkeiten später

Um das Obige zusammenzufassen: sich auf das „Hier und Jetzt“ konzentrieren, die Wahrnehmung des Moments zu akzeptieren und sich nicht abzulenken. Das klingt für viele esoterisch, aber drücken wir es doch mal business style aus.  Was Sie tun, tun Sie völlig konzentriert, ohne mit sich selber in diesem Moment in die Diskussion über den Nutzen oder den Sinn der Tätigkeit zu gehen. Und hierfür schaffen Sie einen ablenkungsfreien Raum.

So klingt es nicht mehr nach „Hommm“, was völlig OK ist, aber bei Menschen Assoziationen weckt.

Ich denke Achtsamkeit ist der richtige Name und sollte auch so verwendet werden, bei manchen Chefs, Mitarbeitern, Kollegen oder Unternehmen, vielleicht über einen Umweg.

Viel Spaß dabei,

Herzlich aus dem Norden
JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 10/2019 – Inhalte aufbauend aus arbeit&gesundheit 05/2019 und eigenen Unterlagen und Coachings

DIE LÜCKE IST NOCH IMMER GROSS

Die letzten Wochen betreue ich eine Klientin, die ein typisches Problem hat – sie verdient das gleiche wie ihre männlichen Kollegen, bekommt aber weniger überwiesen. Ich möchte nicht semantisch sein. Aber wir tendieren vereinzelt dazu Wörter nicht sauber zu verwenden.

„Was verdienen Sie?“, zielt auf eine andere Antwort ab, als „was bekommen Sie“?

Um hier einmal entgegenzuwirken: Oft begegnen Frauen dem Argument, dass die Zahlen die veröffentlicht werden, Gründe liefern, warum Frauen weniger Rente oder Gehalt bekommen. Hier zielt die Erfassung der Daten oft auf die Lebensspanne ab. Nehmen wir die Fakten und eine der üblichen Erklärungen: Nachgewiesen bekommen Frauen 26 Prozent weniger Rente als Männer (Studie der Universität Mannheim und der niederländischen Tilburg University), wie die Süddeutsche Zeitung zitiert.

Prof.  Alexandra Niessen-Ruenzi, Professorin an der Universität Mannheim, sagt hierzu: „Im Schnitt hätte eine Frau, die mit 67 in den Ruhestand geht, nach heutiger Berechnung im Monat 140 Euro weniger gesetzliche Rente als ein Mann“ Auf  15 Jahre Rente entspricht dieser Betrag etwa 25.000 Euro.

Das lässt sich anhand der Daten natürlich auch damit erklären, dass Frauen traditionell mit etwa 35 im Job durch die Familiengründung pausieren, da die Schere erst mit 35 Jahren auseinander geht.

Das ist Aufgabe der Verbände, der Politik und der Gesellschaft hier eine faire Lösung zu finden, damit Frauen durch die Familienplanung, die unsere Gesellschaft unterstützt / untermauert, nicht benachteiligt werden, weil wir Männer  immer noch traditionell, weniger für die Familie zuhause bleiben, und dort somit weniger leisten, aber dadurch mehr auf dem Konto haben.

Fakt ist aber auch, dass Frauen tendenziell weniger bekommen als Männer.

Warum ist dieses so?

Veröffentlichungen zeigen, dass sowohl Männer als auch Frauen gerne bzgl. ihrer beruflichen Kompetenzen zur Selbstkritik neigen. Wobei Frauen dieses eher stärker tun. Frauen sind kritisch ggü. Ihrer Kompetenz, Ihrem Verhandlungsgeschick oder Ihrer Gesprächsführung. Männer überschätzen sich allerdings gerne in den Bereichen Kommunikation und Einfühlungsvermögen. Und hier liegt der erste Hauptpunkt. Gerade in diesen Bereichen, reden oft das gleiche Geschlecht über ihre eigene Entwicklung und kommen dann zum Entschluss, dass dieses höher gratifiziert werden muss. Diese verstärkt sich noch im Delta zwischen Fremd- und Selbsteinschätzung, die bei Frauen eher im positiven variiert und bei Männern in die andere Richtung ausschlägt.

Durch die (ausgeprägtere, unbegründete) Selbstkritik steht eine Frau sich somit eher selbst im Weg.

Prof. Dr. Kurt Jeschke, Prorektor der IUBH Corporate Programmes sagt hierzu: ” sie [die Frau] ihre Kompetenzen selbst eher niedrig einstufen, halten sie sich bei Gehaltsverhandlungen oder bei der Bewerbung um Führungspositionen stärker zurück als ihre männlichen Kollegen.”

Wie kommen Sie da nun raus?

Sich selber besser kennenlernen und die Stärken und Präferenzen besser verstehen. Ein wichtiger Schritt ist z.B. den eigenen Lebenslauf mit einer geschulten Person durchzugehen, bzw. das letzte Berufsjahr Revue passieren zu lassen. Hier ist es wichtig nicht die Familie, den Partner oder den Bekanntenkreis zu nehmen, weil sonst die Gefahr besteht, dass nur alles runddiskutiert wird, bzw. Thematisch begleitet wird. Das Hinterfragen und das Selbst kennenlernen, fällt ggf. hinten runter. Auf diesem Schritt aufbauend, arbeiten Sie mit dem Coach am Selbst und an Ihrer Einschätzung. Das ist ein Weg und nicht nur einen Schalter umlegen. Aber den müssen Sie beschreiten.

Zudem können Unternehmen unterstützend wirken: In 3 Schritten den Gender-Gap im eigenen Unternehmen schließen – hier liegt der Vorteil für das Unternehmen darin, dass es sich selbst dabei unterstützet, abgesehen von Chancengleichheit und ethischen Betrachtungen, im „Struggle for Talent“ als Gewinner dazu stehen.

  • Kompetenzprofile durch Mitarbeiter und Vorgesetzte erstellen, bewerten und diskutieren.
  • Schulungen an Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung und tatsächlicher Kompetenz.
  • Nutzung von individuellen Schulungen und Unterstützungen von Frauen im Unternehmen

Ich wünsche uns Allen eine faire Bezahlung für die gleiche Tätigkeit, egal auf welcher Hierarchiestufe.

Herzlich aus dem Norden

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges, mehr auf https://firnges.org/jpfirnges-blog

Erstellt 09/2019

Kleine Tipps, um einfach glücklicher zu sein

Wie kann ein Mensch glücklicher werden – nun ja, dafür gibt es viele Wege – einer ist, diese sieben kleinen (oder auch größeren) Grundsätze versuchen zu befolgen

Plan you day, but remain flexible and open to surprises life has installed for you – say “yes” as often as possible.
Planen Sie Ihren Tag, aber bleiben Sie flexibel und somit offen für die Überraschungen, die das Leben für Sie hat – sagen Sie „ja“ so oft wie möglich.

Cultivate patience – activate self-confidence.
Kultivieren Sie Ihre Geduld – so aktivieren Sie ihr Selbstvertrauen.

Welcome to step outside of your comfort zone – not guided by fear.
Verlassen Sie Ihrer Komfortzone – lassen Sie sich nicht durch Angst leiten.

I love myself unconditionally – no need to be approved by others.
Lieben Sie sich bedingungslos – dafür gibt es keine  Notwendigkeit, sich dieses von anderen genehmigt zu lassen.

Drink water, eat fruits & vegetables, exercise, use stairs – give love to your  body.
Trinken Sie Wasser, essen Sie Früchte und Gemüse, bewegen Sie sich und benutzen Sie die Treppe – geben Sie Ihrem Körper Liebe.

I give everywhere I go – smile, compliment, listening is the best gift you can offer.
Geben Sie überall, sei es ein Lächeln oder ein Kompliment – Zuhören ist das beste Geschenk, das Sie anbieten können.

Your speech is impeccable – your speech should spread positivity. Speaking against yourself or others is counter-productive.
Sein Sie in Ihrer Rede einwandfrei – Ihr Reden sollte Positivität verbreiten. Gegen sich selber oder Andere negativ zu reden ist kontraproduktiv für Ihr Glück.

Viel Spaß beim glücklicher werden.

Herzlich
JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges, mehr auf https://firnges.org/jpfirnges-blog

Erstellt 09/2019

Warum eigentlich Coaching?  Und für wen?

Da stolpere ich heute über einen Artikel im Capital (Link unten). Da steht sinngemäß, welche Chef-Typen es nicht mehr heute braucht – als stünden die im Regal und werden dann nicht mehr gekauft? Und ein paar Tipps, wie man mit Ihnen umgeht (Typen (und anscheinend gibt es die nur in männlich): Der Choleriker, Das Fähnchen im Wind, Der Kontrollfreak, Der Bloßsteller, Der Ideendieb, Der Ignorant). Nun ja, da bleibt ein Gedanke – Müssen wir mit den Chefs umgehen, oder werden sie sich ändern. Und daran schließt sich an: Was ist, wenn die Chefs es gar nicht wissen, bzw. damit bisher eigentlich erfolgreich waren. Es wäre zu einfach zu sagen: Pest oder Cholera.

Ein zweiter Artikel ist mir in die Finger gekommen: Aus der Zeitung „Markt und Mittelstand“ habe ich folgende Zahlen, die auf einer Studie von Haufe Akademie fußen: 80% der Angestellten wünschen sich ein individuelles Coaching. 20% der Unternehmen bieten es an.

Anders ausgedrückt: 8 von 10 Angestellten wollen individuelles Coaching und 2 von 10 Unternehmen bieten es an. Zu den Glücklichen zu zählen und dann eins zu bekommen, ist ähnlich chancenreich wie ein Grand Hand Ouvert beim Skat zu haben.

Aber die Frage ist ja, „Warum eigentlich Coaching“?

In einer idealen Welt, um den Menschen oder sich selber etwas zukommen zu lassen an sich zu arbeiten, um damit ein heute vorliegendes Verhalten oder Empfinden in eine positivere Bahn zu lenken.

Das kann ein Verhalten der Führungsebene sein, ein Verhalten untereinander, ein Empfinden oder einfach auch eine Selbstentwicklung.

Was ich aus Gesprächen mitgenommen habe ist, dass Führungskräfte meinen, Coaching sei ein Ritterschlag, und deswegen erst ab einem gewissen Funktionslevel nötig. Zudem, dass Coaching nicht dem Wissenstransfer dient und somit nicht dem primären Zweck der Gewinnoptimierung. Ist das wirklich so?

Bleiben wir doch bei dem Gedanken Gewinnoptimierung. Wenn durch Coaching die Themen Führung-, Verhaltens- und Kommunikationsstärkung bearbeitet werden, geht dieses eins-zu-eins in besserer Leistung. Und bessere Leistung äußert sich oft, nicht immer, aber sehr wahrscheinlich, in höhere Produktivität.

Deswegen kann der Gedankengang „nur ab C Level“ oft schnell in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Wenn Angestellte erkennen wo Ihre Stärken und Potentiale sind, und das sogar durch das Unternehmen gefördert wird, dann gewinnen die Shareholder und die Stakeholder.

Was ist nun mit den Kosten? Hier kann man betriebswirtschaftlich rangehen: Was kostet eine vernünftige Coaching-Begleitung für die Belegschaft. „Die“ gehen ja nicht alle gleichzeitig: also 80% wollen, und diese gehen über einen gewissen Zeitraum. D.h. z.B. 40% im ersten Jahr mit etwa 6 Einheiten. Natürlich landet ein Unternehmen da schon bei einer finanziellen Hausnummer. Aber setzen Sie mal die Kosten Krankenstand, höher Retention, etc. dagegen. Und hier liegt oft das Problem: Die Verbesserung für Krankenstand oder Retention sind nicht direkt der gleichen Kostenstelle zubuchbar wie etwa das Coaching (das geht buchhalterisch schon gar nicht). Was ich damit sagen will, es ist nicht direkt in einer Sitzung der leitenden Angestellten abbildbar. Deswegen scheuen sich Firmen gerne.

Vielleicht macht den Leuten, dann auch das Arbeiten mehr Spaß und leisten mehr, ohne dass sie dauernd nach Gehaltserhöhung „verlangen“  oder den Freizeitausgleich immer auf die Minute nehmen? Aber wer weiß das schon?

Was Coaching nicht sein darf, ist Menschen dazu machen zu wollen, was der Auftraggeber gerne hätte. Das merken Menschen und werden sich auch nicht ändern. Hierzu ist das Interview des HBR, das ich unten angehängt habe sehr interessant.

Coaching eignet sich auf allen Ebenen – vom obersten Kontrollgremium bis runter zu den unteren Lohngruppen. Weil überall produktiv gearbeitet wird. Deswegen lade ich die Leitenden ein, darauf Gedanken zu verwenden.

Oder was sagt Jeffrey Pfeffer dazu: „Unternehmen müssen begreifen: Die Menschen, die für unsere Unternehmen arbeiten, legen ihr Wohl in unsere Hände.“ Wenn sich Unternehmen um das Wohl im erweiterten Sinne kümmern, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das die Mitarbeiter auch tun.

Zusammenfassung: Business Coaching arbeitet an Führungs-, Verhaltens- und Kommunikationsthemen und stärkt dadurch das Unternehmen durch die Mitarbeiter.

Autor: Dr. Jan Peter Firnges, mehr auf https://firnges.org/jpfirnges-blog

Erstellt 09/2019

Quellen:

Markt und Mittelstand

Capital: Diese Chef-Typen sind nicht mehr gefragt http://www.xing-news.com/reader/news/articles/2604247?cce=em7ce386f3.%3AF1XDuw5Kf2t7yjz4EnfTBA&newsletter_id=49956&te=5987803f702f48be.eyJ1c2VyX2lkIjoyNDg2MDUwNCwic2l0ZV9zZWN0aW9uIjoid2VybmVyX3dlZWtseV9uZXdzbGV0dGVyIiwidmVyc2lvbiI6IjIuMi4xIn0&toolbar=true&xng_share_origin=email

HBR: What great Coaches look like? https://hbr.org/ideacast/2019/09/what-great-coaching-looks-like?utm_campaign=hbr&utm_medium=social&utm_source=linkedin

Der richtige Coach oder die Kröte

Auch Coaching befindet sich in einem Spannungsfeld von Werten, Interessen und Opportunismus. Wie jeder andere Beruf auch. Zudem gehört, wie in vielen anderen Berufen auch eine Kombination aus Berufung und Ausbildung dazu. Wie findet nun Sie den richtigen Coach (w/m/d)

In diesem Blog gehe ich auf folgende Punkte ein:

  • Weiterbildung
  • Erfahrung und Auffassung
  • Persönlichkeit

Wie finden Sie nunmehr einen guten Coach? Leider, wie auch neulich in der FAS/FAZ berichtet, ist der Begriff Coach weder geschützt, noch mit einer Aus- oder Weiterbildung ausbildungstechnisch verlinkt.

Das öffnet natürlich Tor und Tür für viele Anbieter. Und wer sich mit dem Coaching Markt befasst, wird herausfinden, dass es von einer Wochenend-Ausbildung bis zum Studium mittlerweile alles am Markt findet.

Hier sind natürlich zwei Punkte immanent. 1. Sie möchten sich gerne selber zum Coach weiterbilden. Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit jemandem auf, die sich in dem Feld auskennt (ich stelle gerne einen Kontakt her), oder 2. Und das ist das Gros, Sie suchen einen Coach – entweder weil Ihre Firma Ihnen es anbietet, oder weil Sie sagen, ich möchte ein Thema oder mehrere, professionelle begleitet haben.

ad Weiterbildung: Ein Coach kann nämlich, auch einem personal trainer sehr ähnlich, Sie über einen längeren Zeitraum begleiten. Was ist allerdings hierbei wichtig?

Bleiben wir beim Bild des sportlichen Trainers – was für jemanden suchen Sie sich da aus? Erstmal kommt es auf die Sportart an (als Läufer, immer wieder schön, weil Laufen, Joggen und Rennen können wir fast alle, aber dieses in einer effizienten, gesunden und effektiven Weise, nur sehr wenige. Trotzdem sehe ich kaum Menschen mit einem Trainer um die Alster laufen – ähnliches gilt fürs Schwimmen und es haben mir schon viele Menschen gesagt, dass sie da nicht besser werden). Grundsätzlich unterscheiden sich die Weiterbildungen grundlegend, und ein Coach sollte auf dem Gebiet ausgebildet sein, indem Sie Unterstützung suchen. Also Konzernhintergrund, wenn Sie Themen in einem Konzern haben, etc.

Achten Sie auf jeden Fall, dass der Coach eine Weiterbildung besucht hat, und auch angibt wo. Dann ist es relativ einfach nachzuschauen, worauf die Weiterbildung fokussiert war. Der Background ist wichtig – systemisch ist viel, aber worauf wurde gearbeitet? Wie umfangreich waren die Kurse – wer viel übt und lernt, ist oft besser geeignet, als ein Crashkurs. Deswegen können Sie ruhig nachschauen über welchen Zeitraum eine Fortbildung dauert und was gefordert wird.

ad Erfahrung und Auffassung: Eine schicke Website ist ein Aushängeschild aber kein Qualitätsmerkmal. Suchen Sie jemanden für Berufsthemen, dann sollte diese Person erfahren sein im Berufsleben. Suchen Sie einen Coach für Führung, sollte die Person als Führungskraft gearbeitet haben. Suchen Sie jemanden für Selbstfindung oder Eigenbild, sollte der Coach hierfür auch weitergebildet sein. Es kommt nur ganz selten vor, dass ein Hockeytrainer im Fussball tätig ist. Zusammenfassend: eine gewisse Erfahrung aus Leben und/oder Beruf ist einfach wichtig. Sie gehen ja auch nicht zu jemandem in einen Kochkurs, der noch nie in einer Küche war und alles aus dem Kochbuch gelernt hat.

ad Persönlichkeit: Ein weiterer Punkt fürs Coaching ist die Persönlichkeit des Coaches. Alle behaupten von sich, wertorientiert zu arbeiten und den Klienten im Fokus zu haben. Doch wie immer im Leben stoßen auch Coaches mal bei ihren ethischen und anderen Grundsätzen an Grenzen. Ein attraktiver Auftrag, ein finanzieller Engpass oder auch die Nähe zu einem Klienten, können, müssen aber nicht, zu einer Instrumentalisierung führen. Und die ist das Letzte, was Sie wollen. Deswegen ist bei der Wahl der erste Schritt getan, aber der Fokus sollte auf der Zielklärung mit dem Coach liegen. Hierbei lässt sich erfühlen, wohin die Reise geht. Dieses darf keine Achterbahnfahrt sein, weil ein Coaching (fast immer nur) eine Zielklärung (EINE) hat und somit ein Ziel voraussetzt. Wenn dieses einer Fahrt zwischen Skylla und Charybdis ähnelt, dann Vorsicht an der Bahnsteigkante.

Ich hoffe so fällt die Wahl leichter.

Herzlich aus dem Norden
JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges, mehr auf https://firnges.org/jpfirnges-blog auf Basis von einer Einladung von Dietz&Partner und anderen Quellen

Erstellt 09/2019

Einsamkeit

In diesem Blog zeige ich mit Hilfe von 7 Schritten, wie aus der Einsamkeit ein Ausweg möglich ist. Da Einsamkeit ein sehr unangenehmes Gefühl ist, fühlt es sich an, als sei ich ausgestossen oder ungeliebt.

Horst Opaschowski befürchtet für die deutsche Gesellschaft, dass es mehr Einsamkeit, Bindungslosigkeit und Aggressivität geben wird. Andere, so z.B. die Forscher des Deutschen Zentrums für Altersfragen sehen keine Zunahme der Einsamkeit – wie allerdings die Entwicklung in der Zukunft ist, kann keiner sagen. “Das könnte sich etwa ändern, weil bisher viele Ältere noch Kinder haben”, sagt Tesch-Römer. Viele Wissenschaftler warnen jedoch davor, die Gefahr von Alterseinsamkeit zu überschätzen – auch, weil sie fürchten, dass eine solche Angst zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden könnte. Was klar ist, dass Einsamkeit für die Betroffenen gefährlich sein kann. “Wer einsam ist, steht ständig unter Stress”, sagt Tesch-Römer. “Das führt dazu, dass das Herz-Kreislauf-System belastet wird.” Man schlafe schlechter, erhole sich weniger und sei anfälliger für Krankheiten. “Da reichen auch die acht bis zehn Prozent aus, um zu sagen: Ja, das ist ein großes Gesundheitsproblem”, sagt Tesch-Römer.

Obwohl wir dank Digitalisierung mit mehr Menschen in Kontakt sind, bedeutet dieses nicht, dass wir auch mit diesen Menschen eine Bindung haben. So gibt es in den sozialen Netzwerken die Tendenz nur „positives“ zu posten. Da liegt der Gedanke nahe, anderen geht es immer besser als einem selbst.

Einsamkeit bedeutet nicht, dass eine Person nicht in einer Verbindung oder Partnerschaft sein kann, sondern vielmehr, Einsamkeit kann trotz Partnerschaft oder Arbeitswelt vorliegen.

Wie kommt es nun zur Einsamkeit? Gedanken, die vorkommen können sind: Allein macht es keinen Spaß, Ich brauche einen Partner um glücklich zu sein. Wenn mich jemand nicht mag, liegt es an mir.

Wenn sich diese Überzeugungen, dann in der Umwelt spiegeln, ist der Schritt zur Einsamkeit getan. Das kann eine Trennung sein, ein beruflicher Ortswechsel oder zu hohe Erwartungen an die Umwelt.

Wie kommen Sie da raus? Wie kann ein Weg sein?

  1. Schritt: Akzeptieren Sie die Situation vollständig

Einsamkeit ist häufig ein Tabu-Thema. Kaum jemand spricht darüber. Bekennen Sie sich dazu, dass Sie sich einsam fühlen.

  1. Schritt: Finden Sie heraus, was Ihnen fehlt

Analysieren Sie präzise was Ihnen genau und wirklich fehlt. Schauen Sie das aufgeschriebene erneut an und konkretisieren Sie es. Vermissen Sie Kontakt zu Menschen, oder haben Sie das Gefühl mit anderen Menschen nicht gut umgehen zu können?

  1. Schritt: Finden Sie Ihren Sinn

Das ist nicht ganz einfach, weil Sie sich bestimmt fragen, wie geht das? Ein Tipp, fangen Sie damit an, was Sie sehr gerne machen /was macht Freude, was weckt Ihre Leidenschaft. Als zweite Frage, was stört mich und wie kann ich es verändern? Damit bekommen Sie schon ein wenig ein runderes Bild.

  1. Schritt: Gehen Sie mit sich selber als Freund um

Es fällt uns oftmals leicht mit Freunden umsichtiger, respektvoller oder mit mehr Rücksicht umzugehen, vernachlässigen dieses aber auch ganz gerne mal bei uns selbst.

  1. Schritt: Passen Sie Ihre Erwartung an die Umwelt an.

Am liebsten hätten wir alles perfekt und rund. Das geht leider nicht, weil wir alle nur Menschen sind. Wir sind nicht alle jeden Tag voll da, oder denken immer positiv – weder Sie noch ich, noch irgendwer anderes. Wenn Sie so etwas allerdings erwarten, täuschen Sie sich selbst und werden dadurch eher unglücklich bzw. einsam.
Clustern Sie ruhig Ihr Umfeld. Mit wem trinkt man eher ein Wein/Bier, mit wem gehen Sie eher ins Kino, oder wer hat Interesse am ratschen. Wer hilft gerne mal, oder wer benötigt Hilfe? Somit erhöhen Sie die Chance, dass ein Kontakt in diesem Bereich für beide positiv in Erinnerung bleibt.

  1. Schritt: Lernen Sie auf Menschen zuzugehen

D.h. nicht, auf der nächsten Veranstaltung alle ansprechen, ich meine eher, sich langsam dem zu nähern, z.B. indem Sie ggf. erstmal mit Menschen small talk halten (z.B. einem Verkäufer oder mit jemandem mit dem Sie beruflich zu tun haben. Üben und sich weiter entwickeln. Vielleicht bei der Volkshochschule einen Kurs belegen oder wieder Sport mit anderen machen (Laufgruppe, Yoga im Park, Handball, was auch immer)

  1. Schritt: Legen Sie Wert auf Tiefe

Es ist nicht die Anzahl, sondern die Intensivität der Bindung. Versuchen Sie belastbare Verbindungen aufzubauen. Geben Sie sich Mühe (es wird auch Rückschläge geben) und investieren Sie. Hören Sie zu, merken Sie sich den Inhalt, warten Sie darauf aufgefordert zu werden eine Meinung zu äußern. Seien Sie verständnisvoll.  Aber auch gerne von sich etwas preisgeben. Wer ggf. auch eine Schwäche zeigt, bekommt eher Vertrauen entgegengebracht, als anders. Selbst wenn Sie mit einer Person nicht eng werden, vielleicht aus ganz trivialen Gründen, gibt es noch ein paar andere Menschen, die ein Interesse an Ihnen haben könnten.

Zusammenfassend sei gesagt: An sich selber arbeiten und sich selber positiver sehen und an der Kommunikation mit anderen Menschen arbeiten.

Herzlich aus dem Norden

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 09/2019 – Wikipedia und anderen Artikeln.

Resilienz II

Die Woche war spannend. Ich bin mehrfach angesprochen worden, wie Resilienz aufgebaut werden kann. Nun ja, wie letzte Woche geschrieben, liegt viel in der Erziehung.

Da deswegen ein paar im Vorteil sind, will ich für die anderen (und auch für die im Vorteil) ein paar Tipps zusammenstellen, aufbauend auf den Punkten der letzten Veröffentlichung:

  • Die Fähigkeit, Gefühle zu regulieren, sich zu beherrschen und vorauszuplanen
  • Das Vertrauen, sich in schwierigen Situationen behaupten zu können (Selbstwirksamkeit)
  • Die Fähigkeit, aus Erfolgen Selbstvertrauen zu gewinnen

Eigentlich spielt alles ineinander, deswegen empfehlen viele Arbeiten an der Achtsamkeit. Und das unterstütze ich auch. Achtsamkeit hilft dabei! Aber es gibt auch viele kleine Tipps an denen Sie arbeiten können. Und dieses ist keine Checkliste oder Task-Liste, sondern einfach anfangen und sich auch Hilfe dazu nehmen.

Ganz wichtig ist es, an der Stressbewältigung zu arbeiten und Ruhe zu bewahren, wenn es stürmisch ist. Hier ist einer der ersten Schritte Achtsamkeitsübungen zu erlernen. Hierfür gibt es Übungen, die ich mit meinen Coachees erarbeite (Trennung Emotion vom Inhalt, Perspektivwechsel, Distanzierungsfähigkeit, Gefühle erkennen). Sorgen Sie für festen Halt in Ihrer Umgebung. Auch hier, wie immer im Leben, hängt die soziale Bindung auch von anderen Faktoren ab (Feedback geben und erhalten, Konfliktlösungswille, Kontakt und Netzwerk)

Arbeiten und leben Sie in einer guten Ausgeglichenheit. Nur wer eine faire Ausgeglichenheit hat zwischen seiner Arbeit und seinem Leben und diese auch trennen kann, arbeitet und lebt gesund. Geben Sie wertschätzendes Feedback und hoffentlich bekommen Sie es auch. Das steigert die Arbeitszufriedenheit. Erkennen und suchen Sie den Sinn in Ihrer Arbeit. Wenn Sie sinnhaft arbeiten ist dieses befriedigender als anders. Geben Sie Vertrauen und nehmen Sie dieses als Basis. Gönnen Sie sich Pausen.

Ein wichtiger Faktor ist, wie Sie leben. Bewegung ist die beste Medizin, eine gesunde Ernährung hilft ein stabiles Fundament zu schaffen (und wenn nicht alles gesund ist, dann ggf. erstmal bewusst Essen und Trinken). Gönnen sie sich Erholung. Arbeiten Sie an Ihrer inneren Balance. D.h. auch Misserfolge und zweite Plätze sollen so betrachtet werden, wie sie sind. Seien Sie fair zu sich selber.  Entscheidungen treffen, nicht vor sich herschieben.

Ganz wichtig, eine grundsätzlich positive Haltung ggü. sich selber und die Stärken kennen. Nicht ausgeprägte Präferenzen kennen und diese auch akzeptieren. Ich bin kein Freund von „alles mit positivem Denken“ zu begegnen, aber es hilft z.B. glückliche Erfahrungen (jemand hat die Tür aufgehalten) täglich aufzuschreiben und zu behalten. Ein weiterer positive Punkt ist Kontrolle: Fast alles passiert mit einem Grund. Die Schuld liegt nicht bei anderen Menschen oder dem Schicksal per se. Machen sie sich bewusst, wenn Ihre Handlungen Auswirkungen haben, dann sind Sie nämlich Acteur/Actrice und nicht Opfer. Und erkennen Sie, wenn etwas wirklich Schicksal war (Tod, unverschuldeter Unfall, etc.)

Aber: Wenn es Krisen oder Probleme gibt, dann ist dieses halt so – das gehört zu unserem Leben.

Abgesehen davon, dass an allen genannten Punkten ein professionelles Coaching hilft, diese leichter zu integrieren. Manchmal hilft auch schon ein wenig Einsicht. Mir persönlich hilft immer die Erinnerung an einen Film, den ich gesehen habe. A serious Man von den Coen Brüdern. Im Endeffket besteht das Leben aus größeren und kleineren Krisen, Problemen, Schicksal und Vorkommnissen – wir werden nie alle gelöst haben. Wenn ich denke, ich bin auf einem guten Weg, dann kommt ein neues Thema um die Ecke. Aber wie es mir damit geht, das ist heute anders als vor 5 Jahren!

Arbeiten Sie an Ihrer Resilienz-Fähigkeit.

Herzlich aus dem Norden

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 08/2019 – Wikipedia und anderen Artikeln.
Empfehlung: A Serious Man ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2009. Regie führten Ethan und Joel Coen, die auch das Drehbuch schrieben. Viele vergleiche(n) die Hauptfigur mit der alttestamentlichen Gestalt des Hiob, den der Teufel mit Gottes Erlaubnis durch schwere Schicksalsschläge prüft (nach Wiki)

Resilienz

Eine Krise kommt bzw. Stress ist da, und ich kann mich nur schlecht wieder in einen normalen mentalen Gemütszustand zurückbewegen. Also die Fähigkeit sich von Schwierigkeiten, Nackenschlägen oder auch Schicksal zu erholen und im besten Fall, daran zu wachsen.

Wikipedia definiert „Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit“  als „Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.“

Warum ist die Resilienz so wichtig? Sie beeinflusst oder ist unsere Fähigkeit in den normalen Zustand (vor einer Krise) zurückzukehren.

Ann S. Masten hat die folgende Liste erstellt, die maßgeblich eine hohe Resilienz fördert:

  • Zuverlässige elterliche Fürsorge und sichere Bindung (in der Kindheit)
  • Enge Beziehung zu weiteren vertrauenswürdigen Erwachsenen (in der Kindheit)
  • Intelligenz und die Fähigkeit Probleme zu lösen
  • Die Fähigkeit, Gefühle zu regulieren, sich zu beherrschen und vorauszuplanen
  • Das Vertrauen, sich in schwierigen Situationen behaupten zu können (Selbstwirksamkeit)
  • Die Fähigkeit, aus Erfolgen Selbstvertrauen zu gewinnen
  • Effektive Schulen (in der Kindheit)
  • Das Vertrauen, die Hoffnung oder Überzeugung, dass das Leben einen Sinn hat

Warum ist die Resilienz nicht nur für den Menschen, sondern auch für Unternehmungen wichtig? Mangelt es an Resilienz bei den Angestellten, kann es zu höheren Fehlzeiten und Fluktuation kommen, was 1 zu 1 in die Gewinn- und Verlustrechnung fließt.

Zudem, wer mit Krisen (Stress, et al.) gut umgeht, kann einfach auch bessere Leistungen erzielen.

In der obigen Liste habe ich einige Punkte fett gemacht. Das sind die Punkte an denen wir arbeiten können. D.h. Gefühle regulieren lernen, und somit nicht mit einem Gefühl sofort zu reagieren. Die Wirksamkeit des Tuns kennenzulernen und sich zu vergegenwärtigen. Und Erfolge auch als diese zu erkennen und sich zu zuschreiben.  D.h. die eigenen Emotionen kennenlernen und zu identifizieren (zeigen und benennen), sich selber besser kennenzulernen und durch das Bewusstsein in sich selbst, Vertrauen aufzubauen.  Der schnelle Weg (nicht der Gute) ist Verdrängung, Vermeidung und Beruhigung, der hilfreiche Weg ist Reflexion und Erarbeiten. Gerne stehe ich für diese Arbeit zur Verfügung und zur Seite.

Die anderen Punkte betreffen Eltern bzw. haben auch ein wenig mit „Glück“ zu tun (Intelligenz) oder das Vertrauen in den Sinn des Lebens.

Arbeiten Sie an Ihrer Resilienz-Fähigkeit.

Herzlich aus dem Norden

JPF

Autor: Dr. Jan Peter Firnges

Erstellt: 08/2019 – Inhalte aus Praxis & Rech 1/2019, Wikipedia und anderen Artikeln.
Ann S. Masten ist Professorin am Institute for Child Development der University of Minnesota und bekannt für ihre Forschungen zur Entwicklung der Belastbarkeit und für die Weiterentwicklung der Theorie zu den positiven Ergebnissen von Kindern und Familien, die mit Widrigkeiten konfrontiert sind (aus Wiki).